14 David Kopperfield.
war— nicht das, was man robuſt nennt, Du verſtehſt mich—“ ſagte Mrs. Markleham mit Salbung, indem ſie uns Alle anblickte,—„von der Zeit an ſchon, wo meine Tochter und er beide noch Kinder waren und den lie⸗ ben langen Tag Arm in Arm herumgingen.“
Annie gab auf dieſe Worte, die an ſie gerichtet wa⸗ ren, keine Antwort.
„Rathe ich aus dem, was Sie ſagen, Madam, richtig, wenn ich vermuthe, daß Mr. Maldon krank iſt?“ fragte Mr. Wickfield.
„Krank!“ entgegnete der Alte Soldat.„Mein lieber Herr, er iſt alles Mögliche.“
„Nur nicht wohl?“ ſagte Mr. Wickfield.
„Nur nicht wohl, ganz recht!“ erwiederte der Alte Soldat.„Er hat furchtbar von dem Sonnenſtiche, von Sumpf⸗ und Wechſelfiebern und allen erdenklichen Din⸗ gen zu leiden. Was ſeine Leber betrifft,“ ſagte der Alte Soldat mit ergebner Miene,„ſo gab er die natürlich gleich, als er wegging, vollſtändig auf.“
„Sagt er dieß Alles?“ fragte Mr. Wickfield.
„Sagen?“ Mein lieber Herr,“ entgegnete Mrs. Markleham, indem ſie Kopf und Fächer ſchüttelte,„da kennen Sie meinen armen Jack Maldon wenig, wenn Sie darnach fragen. Sagen? Er ſicherlich nicht. Eher könnte man ihn von vier wilden Pferden zerreißen laſſen.“
„Mama!“ rief Mrs. Strong.
„Annie, meine Beſte,“ entgegnete ihre Mutter,„ein für alle Mal,— ich muß Dich wirklich erſuchen, mich nicht zu unterbrechen, es wäre denn, um meine Rede zu beſtätigen. Du weißt ebenſo gut, als ich, daß Dein Vet⸗ ter ſich lieber von jeder beliebigen Anzahl wilder Pferde zerreißen laſſen würde— warum ſollte ich mich auf vier


