Achtzehntes Kapitel.
Ein Rückblick.
Meine Schulzeit! Das ſchweigende Weitergleiten meines Daſeins— das ungeſehene, ungefühlte Fortſchrei⸗ ten meines Lebens— von der Kindheit in’s Jünglings⸗ alter hinein! Wenn ich zurückblicke auf dieſes dahinflu⸗ thende Waſſer, jetzt ein ausgetrocknetes Bett, überwuchert von Laub und Ranken, Leſer, ſo laß mich einmal nach⸗ denken, ob entlang ſeines Laufs ſich Merkzeichen finden, bei denen ich mich erinnern kann, wie es rann.
Einen Augenblick, und ich nehme meinen Platz in der Kathedrale ein, wohin wir uns jeden Sonntag alleſammt verfügten, indem wir uns zu dieſem Zwecke zuerſt in der Schule verſammelten. Der erdige Hauch des Gottes⸗ hauſes, die Luft ohne Sonne, die Abgeſchloſſenheit vom Weltlichen, das Wiederhallen der Orgel in den ſchwarz und weißen Gallerien und Säulengängen, ſie ſind Schwin⸗ gen, welche mich zurücktragen und in der Schwebe erhal⸗ ten über jenen Tagen, in einem Traumzuſtande, der halb Schlaf, halb Wachen iſt.


