Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield. 147

ßung von beiden Seiten ſetzte ich mich auf das kleine Sopha neben ſie.

Meine Liebe, ſagte ihr Gemahl jetzt,wenn Du nun Kopperfield von unſrer gegenwärtigen Lage in Kennt⸗ niß ſetzen willſt, von welcher er ohne Zweifel gern unter⸗ richtet ſein möchte, ſo will ich inzwiſchen gehen und mich in den Zeitungen umſehen, ob ſich unter den Anzeigen etwas findet, wodurch ſich unſre Sache zum Beſten wen⸗ den könnte.

Ich dachte, Sie wären zu Plymouth, Madam, ſagte ich zu Mrs. Micawber, als er hinausging. 3

Mein lieber Musje Kopperfield, erwiederte ſie, wir gingen nach Plymouth.

Um auf dem Plaatze zu ſein, winkte ich, zum Zei⸗ chen, daß ich den Grund wiſſe.

Ganz recht, ſagte Mrs. Micawber.Um am Platze zu ſein. Aber wenn ich die Wahrheit ſagen ſoll, Talent können ſie im Zollhauſe nicht brauchen. Der lokale Ein⸗ fluß meiner Familie war durchaus unzureichend, um in dieſem Departement für einen Mann von Mr. Micawbers Fähigkeiten eine Stelle zu erlangen. Ja Sie wollten einen Mann von Mr. Micawbers Fähigkeiten gar nicht einmal haben. Er würde nur zeigen, wie viel den Andern fehlte. Ueberdies aber, fuhr Mrs. Micawber fort,will ich vor Ihnen, mein lieber Musje Kopperfield, nicht ver⸗ hehlen, daß, als jener Zweig meiner Familie, der ſich zu Plymouth niedergelaſſen hat, gewahr wurde, daß Mr. Micawber von mir und dem kleinen Wilkins und ſeiner Schweſter und den Zwillingen begleitet ſei, ſie ihn nicht mit jener Herzlichkeit empfingen, welche er erwartet ha⸗ ben mochte, da er doch erſt vor ſo kurzer Zeit aus der Gefan⸗ genſchaft erlöſt war. Kurz, fuhr Mrs. Micawber fort,

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