David Kopperfield.„. 143
aber hochgeſchätzten Freund, der mit der ereignißvollſten Periode meines Lebens, ja ich möchte behaupten mit dem Wendepunkte meines Daſeins, verknüpft iſt. Kopperfield, mein lieber Junge, was machen Sie?“
Ich kann nicht ſagen, ich kann wahrlich nicht ſagen, daß ich mich freute, Mr. Micawber dort zu ſehen; indeß freute ich mich doch auch ihn zu ſehen und ſchüttelte ihm herzlich die Hand, indem ich ihn fragte, wie's Mrs. Micawber gehe.
„Danke Ihnen,“ antwortete Mr. Micawber, indem er ſeine Hand anmuthig wie einſt ſchwenkte und mit dem Kinn in ſeine Vatermörder zurückfuhr.„Es geht wieder erträglich mit ihr. Die Zwillinge ziehen ihre Nahrung nicht mehr aus den Quellen der Natur,— um kurz zu ſein,“ ſagte Mr. Micawber in einem ſeiner Ausbrüche von ſelbſtgefälliger Behaglichkeit,„ſie ſind entwöhnt, und Mrs. Micawber iſt gegenwärtig meine Reiſebegleiterin. Sie wird außer ſich ſein vor Freude, Kopperfield, ihre Be⸗ kanntſchaft zu erneuern mit Jemand, der ſich in jeder Hinſicht als ein würdiger Prieſter am heiligen Altar der Freundſchaft bewieſen hat.“
Ich ſagte, ich würde mich freuen, ſie zu ſehen.
„Sie ſind ſehr gütig,“ erwiederte Mr. Micawber.
Dann lächelte Mr. Micawber abermals, fuhr mit dem Kinn abermals in die Vatermörder hinunter und ſchaute ſich um.
„Ich habe meinen Freund Kopperfield entdeckt,“ ſagte er vornehm und ohne ſich an irgend Jemand zu wenden, „nicht in der Einſamkeit, ſondern theilnehmend an einem geſelligen Mahle in Geſellſchaft einer verwittweten Dame und Jemand, der augenſcheinlich ihr Sproß iſt— oder um kurz zu ſein,“ ſetzte Mr. Micawber in einem aberma⸗


