Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield. 141

ſich hängen hatte, ſo verſchwamm der Schließer vor meinen wirren thränenden Augen und meinem hochklopfenden Herzen.

Mr. Micawber wartete auf mich innerhalb des Gitter⸗ thors, und wir gingen nach ſeinem Zimmer(im zweiten Geſtock von oben gerechnet) und weinten ſehr. Er beſchwor mich feier⸗ lichſt, mir ſein Schickſal zur Warnung dienen zu laſſen, und mir die Regel zu merken, daß jemand, der zwanzig Pfund jährliches Einkommen habe und neunzehn Pfund, neunzehn Schilling, ſechs Pence verbrauche, glücklich ſein werde; wenn er aber ein und zwanzig Pfund brauche, ſo werde er in's Elend gerathen. Hierauf borgte er ſich von mir einen Schilling zu Porter, gab mir eine ſchriftliche Anweiſung auf Mrs. Micawber für den Betrag, that ſein Schnupftuch von den Augen weg und wurde luſtig.

Wir ſaßen vor einem kleinen Kamin, in welchem ſich innerhalb des verroſteten Roſtes auf jeder Seite ein Ziegel befand, um zu verhüten, daß er nicht zu viel Kohlen ver⸗ brenne. Dann kam ein anderer Schuldgefangener, welcher Mr. Micawbers Stubenkamerad war, aus dem Backhauſe und brachte eine Schöpſenlende, welches Eſſen auf gemein⸗ ſchaftliche Koſten angeſchafft worden war. Dann wurde ich zuKapitain Hopkins, in das Zimmer über uns ge⸗ ſchickt: einen Empfehl von Mr. Micawber, deſſen junger Freund ich ſei, und ob Kapitain Hopkins ſo gut ſein und mir Meſſer und Gabel leihen wollte.

Kapitain Hopkins lieh mir Meſſer und Gabel und ließ einen Empfehl an Mr. Miecawber zurückſagen. In ſeinem kleinen Stübchen befand ſich eine ſehr ſchmutzige Dame und ein Paar blaſſe Mädchen, ſeine Töchter, mit zottigen Perücken. Mir fiel dabei ein, daß es beſſer ſei, Kapitain Hopkins' Meſſer und Gabel, als ſeinen Kamm

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