Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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138 David Kopperfield.

Gott im Himmel! rief ich in großer Beſtürzung.

Ich hatte zwei oder drei Schillinge von meinem Wo⸗ chengelde in der Taſche weshalb ich glaube, daß die⸗ ſes Geſpräch an einem Mittwochsabende ſtattgefunden haben muß und ich zog dieſelben haſtig hervor und bat mit einer Rührung, die vom Herzen kam, Mrs. Mi⸗ cawber, dieſelbe als ein Darlehen anzunehmen. Aber dieſe Dame entgegnete, indem ſie mich küßte und mich zwang, ſte wieder in die Taſche zu ſtecken, daß daran kein Ge⸗ danke ſein könne.

Nein, mein lieber guter Musje Kopperfield, ſagte ſte,fern ſei es, daß ich daran nur denken könnte! Aber Sie ſind von einer Discretion, welche über Ihre Jahre geht, und können mir einen Dienſt anderer Art erweiſen, wenn Sie wollen, einen Dienſt, den ich dankbar anneh⸗ men werde.

Ich bat Mrs. Micawber, mir denſelben zu nennen.

Ich bin mit dem Silberzeuge ſelbſt fortgegangen, ſagte Mrs. Micawber.Sechs Theelöffel, zwei Salzfäßchen und ein paar Zuckerdoſen, auf welche ich insgeheim mit eignen Händen Geld geborgt habe. Aber die Zwillinge feſſeln mich ſehr an's Haus, und für mich, mit meinen Erinnerungen an Papa und Mama, ſind derartige Gänge höchſt peinlich. Nun haben wir aber noch einige Kleinig⸗ keiten, die wir miſſen können. Mr. Micawbern würde ſein Gefühl nimmermehr erlauben, darüber zu verfügen, und Cliquett ſo hieß das Mädchen aus dem Armen⸗ hauſeiſt von gemeiner Geſinnung und würde ſich unausſtehliche Freiheiten herausnehmen, wenn ihr ſo viel Vertrauen erwieſen würde. Musje Kopperfield, ich möchte Sie daher erſuchen