Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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26 David Kopperfield.

ſpielen zu hören meinte, daß ich vor Betrübniß ganz außer mir war.

Ich vergaß ihn bald in Betrachtung Steerforth's, welcher in ſeiner leichten Weiſe, aus Liebhaberei und ohne irgend ein Buch(er ſchien mir nämlich Alles aus dem Ge⸗ dächtniß zu wiſſen) einige von ſeinen Schulſtunden über⸗ nahm, bis ſich ein neuer Lehrer fand.

Dieſer neue Lehrer kam aus einer Elementarſchule, und ehe er 3in ſeine Pflichten eintrat, ſpeiſte ereinen Tag im Wohn⸗ zimmer oben, um Steerforth vorgeſtellt zu werden. Dieſem gefiel er höchlich, ſo daß er uns ſagte, er ſei einZiegel. Ohne im Grunde zu verſtehen, was für ein gelehrter Begriff damit gemeint war, hatte ich deshalb eine große Achtung vor ihm und ſeinem unzweifelhaften höheren Wiſſen: ob⸗ wohl er ſich niemals die Mühe mit mir gab, die Mr. Mell ſich mit mir gegeben hatte, ja mich nicht einmal als vor⸗ handen betrachtete. 1

In dieſes Halbjahr fiel außer dem gewöhnlichen Schulleben nur ein einziges Ereigniß, welches auf mich einen bis jetzt noch dauernden Eindruck gemacht hat. Derſelbe dauerte fort aus mehreren Gründen.

Eines Nachmittags, als wir uns alleſammt in einem Zuſtande der greuligſten Verwirrung abarbeiteten und Mr. Creakle auf die entſetzlichſte Weiſe um ſich herum⸗ fuchtelte, kam Tungay herein und kündigte in ſeiner ge⸗ wöhnlichen lauten ManierBeſuch für Kopperfield! an.

Wenige Worte wurden zwiſchen ihm und Mr. Creakle gewechſelt, als z. B. wer der Beſuch ſei, und in welches Zimmer man ihn zu führen habe, und dann ſagte man mir, der ich, wie es die hieſige Sitte erheiſchte, auf die Anzeige aufgeſtanden war und mich ganz ſchwach vor