Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield. 25

mit einem Haufen Gerippe tröſtete, verſetzte, es wäre ihm einerlei. Mr. Mell aber wäre ſchlecht behandelt worden.

Wer hat ihn ſchlecht behandelt, Du weibiſcher Menſch? ſagte Steerforth.

Nun, wer ſonſt, als Du, erwiederte Traddles.

Was hab' ich gethan? ſagte Steerforth.

Was Du gethan haſt? fuhr Traddles ihn an. Seine Gefühle haſt Du verletzt und ihn um ſeine Stelle gebracht.

Seine Gefühle! wiederholte Steerforth verächtlich. Seine Gefühle werden ſich, darauf will ich wetten, bald wieder davon erholt haben. Seine Gefühle ſind nicht ſo wie die Ihren, Mamſell Traddles. Und was ſeine Stelle betrifft, die wahrhaftig eine ſehr koſtbare war denkſt Du denn etwa, ich werde nicht nach Hauſe ſchreiben und Sorge tragen, daß er ein Stück Geld kriegt? Du alte Frau!

Wir hielten dieſe Abſicht für etwas ſehr Nobles von Steerforth, deſſen Mutter eine reiche Wittwe war und, wie es hieß, ſchier Alles that, was er von ihr haben wollte. Wir waren alle außerordentlich vergnügt, Tradd⸗ les ſo abgemuckt zu ſehen, und erhoben Steerforth bis in die Wolken: vorzüglich als er uns erzählte, wie das, was er gethan, ausdrücklich für uns und zu unſerm Nutzen geſchehen ſei, und daß er uns ſehr zu Danke verpflichtet habe, da er es ohne Rückſicht auf ſein eignes Intereſſe gethan habe.

Aber ich muß bekennen, daß, als ich dieſe Nacht mit einer Geſchichte im Dunkeln fortfuhr, Mr. Mells alte Flöte mehr denn einmal traurig in meine Ohren zu tönen ſchien, und daß, als Steerforth endlich müde war, und ich in meinem Bette lag, ich dieſelbe irgendwo ſo gramvoll