Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield.

Mag er es doch leugnen, ſagte Steerforth. Leugnen, daß er ein Bettler iſt, Steerforth? ſchrie Mr. Creakle.Ei, wo geht er denn betteln?

Wenn er ſelbſt kein Bettler iſt, ſo iſt ſeine nächſte Verwandte eine Bettlerin, antwortete Steerforth.Das iſt ganz Daſſelbe.

Er blickte auf mich, und Mr. Mells Hand klopfte mir ſanft auf die Schulter. Ich blickte auf zu ihm, Erröthen im Geſicht und Gewiſſensbiſſe im Herzen, aber Mr. Mells Augen waren auf Steerforth gerichtet. Er fuhr fort, mir ſanft auf die Schulter zu klopfen, blickte aber auf ihn.

Da Sie von mir eine Rechtfertigung erwarten, Mr. Creakle, ſagte Steerforth,und eine Erklärung deſſen, was ich meine, ſo iſt, was ich zu ſagen habe, dies, daß ſeine Mutter von der öffentlichen Mildthätigkeit in einem Armenhauſe lebt.

Mr. Mell blickte noch immer auf ihn und klopfte mir noch immer ſanft auf die Schulter und ſagte, wenn ich recht hörte, flüſternd zu ſich ſelbſt:Richtig, ich dachte es doch!

Mr. Creakle wandte ſich zu ſeinem Gehülfen mit fin⸗ ſterer Stirn und erzwungener Höflichkeit.

Nun, Sie hören, was dieſer junge Herr erklärt, Herr Mell. Haben Sie, wennss beliebt, die Güte, ihn vor verſammelter Schule eines Beſſeren zu belehren.

Er hat Recht, Herr, vollkommen Recht, erwiederte Mr. Mell inmitten einer Todtenſtille,was er geſagt hat, iſt wahr.

Sein Sie dann ſo gut, öffentlich zu erklären, ſagte Mr. Creakle, indem er den Kopf auf die eine Seite warf und die Augen rund herum durch die Schule rollen