David Kopperfield.
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wird, wenn ich ihn einen ereignißvollen und hoch bedeut⸗ ſamen nenne. Ich kann jedoch keinen Anſpruch darauf machen, zu dieſer Zeit gewußt zu haben, wie die Sachen ſtanden, oder irgend eine Erinnerung deſſen, was folgt, zu beſitzen, welche auf eigene Anſchauung gegründet wäre.
Meine Mutter ſaß am Feuer; kränklichen Körpers und niedergeſchlagenen Geiſtes, blickte ſie in daſſelbe durch ihre Thränen in tiefer Verzweiflung an ihrem eignen Schickſale und dem des vaterloſen kleinen Fremdlings, der bereits von mehrern Hunderten prophetiſcher Steck⸗ nadeln in einer Schublade im obern Stock willkommen geheißen war in einer Welt, die über ſeine Ankunft keines⸗ wegs erfreut war*);— meine Mutter alſo ſaß, wie ge⸗ ſagt, am Feuer an dieſem hellen und windigen März⸗ nachmittage, ſehr in Kummer und Trauer und ſehr in Zweifel, ob ſie bei der Prüfung, die ſie zu beſtehen hatte, mit dem Leben davon kommen würde. Da, als ſie ihre Augen erhob, um ſie zu trocknen, und nach dem Fenſter ihr gegenüber blickte, ſah ſte eine unbekannte Dame durch den Garten auf das Haus zukommen. Sie blickte noch einmal hin, und eine an Gewißheit grenzende Ahnung
ſtieg auf in ihr, daß es Miß Betſey ſei. Die untergehende ſtieg g
Sonne beſtrahlte die Fremde über den Gartenzaun her⸗ über mit rothem Lichte, und ſie kam langſam auf die Thür zu mit einer ſo ſtraffen Haltung und einer ſolchen Ent⸗
*) Dies bezieht ſich auf einen alten Gebrauch in England, nach welchem man in den Tagen vor der Geburt eines Kindes mit Stecknadeln in ein Kiſſen einen oder mehre Segenswünſche, als: „Willkommen kleiner Fremdling!“ oder:„Gott ſegne das Neugeborne!“ ſteckt.


