Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Du haſt lange genug um den Seligen getrauert; ja, mein' Seel, das haſt Du!“

Hortenſe wurde roth; in ihrem Herzen regten ſich wunderliche, nicht ganz ausgeſprochene Gefühle; es war ihr, als hätte ſie noch Urſache zur Trauer.

Da kam Lidner hereingeſturzt; denn daß er ging, konnte man unmöglich ſagen.„Ach, Herr Gott! Herr Gott!“ war Alles, was er in ſeiner Eile und Freude vorbringen konnte.

„Was gibt es, Lidner? Hat Er den Verſtand ver⸗ loren, oder was hat Er gemacht?“ fragte der Amtmann.

„Nein, nein; aber die Freude, das Erſtaunen! Der Herr Bürgermeiſter Bundler ſind gekommen!“

„Was der Tauſend!“ endlich einmal,“ rief der Amt⸗ mann aus und machte einen Satz, als ob Gicht und Podagra nur in alten Traditonen zu finden wären.

„Stehen die Sachen ſo?“ ſagte die Amtmännin und kniff mit einem bedeutungsvollen, etwas verächtlichen Lä⸗ cheln den Mund ein.

Aber ihr Mann warf ihr im Vorbeirennen einen Blick zu, welcher ſeine Meinung hinlänglich ausdrückte. Die Amtmännin wußte, daß es nun mit ihrem Pantoffel⸗ regiment nicht mehr weit her ſey, beſchloß deßhalb, vor der Hand keinen großen Widerſpruch entgegenzuſetzen. Frau Bürgermeiſterin Bundler klang jedenfalls beſſer, als nur ſo ſchlecht und recht Frau Weſtelli.

Hortenſe ſaß, wie zu einem Marmorbild geworden, da; kein Wort ging über ihre Lippen Iſie wagte kein Auge zu erheben.

„Herzensjunge, liebſter, einziger Hottha Schelm, den ich ſo lieb habe, daß Uin meinen Tagen ſchier ein Narr werden könnte ſchrie der Amgs mann und drückte unſern Helden einm über das andre an ſeine frohe Bruſt.„Komm herei Du mußt Dich auch von den Uebrigen begrüßen laſſ 4

Die Amtmännin kam ihrem(ie höflich entgegen und hieß ihn mit der ſüßeſten Freu hkeit wilkommen.