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zu befriedigen, über alle Bedenklichkeiten weg ſprang. Nein, es war das ruhige, aber doch innige Streben nach häuslichem Glück, wie er es nun genießen konnte, nicht überſpannt, nicht überſchwänglich, aber doch groß genug, um den leeren Raum in ſeiner Seele auszufüllen, welche ſehnlich darnach verlangte.
Wird Hortenſe, nachdem ſie die Gattin eines Andern geweſen, dieß können? wird ſie mit ſolcher Hingebung und Innigkeit und— mußte er hinzuſetzen— Verträg⸗ lichkeit und Duldſamkeit lieben, wie früher?— Auf der Lebensbahn des Mannes liegen ſo viele tauſend Steine des Anſtoßes, welche ihn oft mißlaunig machen. Dann muß die Frau nicht allein ein Auge zudrücken, ſondern auch den feſten Willen haben, freundlich und mit leichter Hand, ſo viel ſie vermag, dieſe Störung wegzuräumen.
Alles dieß bedachte Gotthard, denn er kannte jetzt das Leben, er kannte ſich ſelbſt; aber er wußte auch, daß, wenn ſie die Seine werden wollte, ihr Glück ſein heißeſtes Streben ſeyn wuͤrde. Er dachte an Hermann's und Hulda's häusliches Leben.— Nachdem er Alles viel und ernſt uͤberlegt hatte, verkündete er zuerſt im Familien⸗ rathe und dann am nächſten Montage auf dem Rathauſe, daß der Bürgermeiſter eine Reiſe im Sinne habe, wozu er ſich einen Urlaub von vier Wochen ausbat.
Eilen wir ſchnell nach Forshälla voraus
Es war gerade ein Monat nach Ablauf des Witt⸗ wenjahres. ortenſe trug indeſſen noch immer ihr Trauerkless dh hattte manchen Streit deßhalb mit der
welchchr heftig anlag, ſie ſolle bei Gelegenheit 2s großen itttageſſeng, welches den Tag darauf in der ichöuiß gegeben wurde, ein farbiges Seidenkleid anziehen. „Ach, liebezutter, muß es denn ſeyn? Die Freude iſt nicht mehr me Farbe.“
„In dieſem le hat Deine Mutter Recht, Hortenſe,“
ſagte der Amtmarwelcher ſo eben eintrat.„Ich meine,


