Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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blühen konnte,— ſchlangen die Genien des Friedens und der Liebe ihre ſtarken Bande immer feſter um die Herzen, welche einander nun aueſchließlich gehörten. Gotthard ſchloß ſich treu und innig an die Seinigen an, kein an⸗ deres Band feſſelte ihn nun mehr; es war, als wären Alle Ein Herz und Eine Seele.

Während des Herbſtes machte er einen Beſuch zu Forshälla, wohin ihn der Amtmann auf das Freundſchaft⸗ lichſte und ziemlich gebieteriſch eingeladen hatte. Was hier in mancher einſamen Stunde innerhalb der vertrau⸗ lichen Wände von des alten Amtmanns Schreibſtube ver⸗ handelt wurde, oder was Gotthard empfand, wenn er einſam in der Ecke des Sopha's ſaß, an dem Platze, wo ihm Hortenſe Treue gelobt und er ſo heiß ſeine Liebe betheuert hatte, wagen wir nicht zu beſchreiben; ſoviel iſt aber gewiß, daß dem Amtmann gleichſam wieder ſeine alte, barſche Manneskraft auflebte, ſo oft er Etwas bei ſeiner Frau anzubringen hatte, und gewöhnlich hieß es am Schluſſe:„An all' den dummen Verhältniſſen und verhenkerten Umſtänden biſt Du Schuld; ja Deine Schuld iſt es einzig und allein und ihr Unzlück bringt mich noch ins Grab.“

Glücklicherweiſe hatte indeſſen unſer ehrlicher Alter ein zähes Leben und Nichts auf der Welt iſt wandelbarer als Verhältniſſe und Umſtände.

Nach einem Aufenthalte von ein paar Wochen kehrte Gotthard wieder nach M. zurück. Dankbar, aber be⸗ ſtimmt hatte er das Anerbieten des Amtmanns, ihn ſtatt ſeiner zu dem Wintergerichte zu ſubſtituiren, abgelehnt. Sein Herz litt allzuviel bei dem Aufenthalte zu Forshälla. Außerdem zog es ihn auch wiederum zu den Seinigen. Das Bürgermeiſteramt war ihm mit Gewißheit zugeſagt, denn er war ein zuverläſſiger und verſtändiger Geſchäfts⸗ mann, auch hatte er ſeine Abſicht erklärt, ſich jedenfalls ganz und gar in ſeiner Vaterſtadt niederzulaſſen.

Auf der Nachhauſereiſe machte er einen Umweg über

Skogeborg. Er wollte Hedda's Grab beſuchen und ihrer 3