Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Hedda der Fall war, deren Glück doch nicht hienieden

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weiſen. Die vier Männer hoben die ſchwarze Kiſte empor und trugen ſie ſchweigend, aber tief ergriffen, nach Adler⸗

branths Wohnung, welche ganz nahe am Strande lag. Das vordere Zimmer des Barons war erleuchtet und eine ſchwarzgekleidete Geſtalt, mit Thränen auf den blaſſen Wangen, ſchwebte darin auf und ab. Dieſem Weſen waren Thränen nicht fremd. Wie manche Nacht war ſie mit naſſen Wangen entſchlummert! Es war Selma. Ihr Schmerz war ſtumm— aber deſto tlefer. Sie hatte ge⸗ wußt, was Karl litt, aber ihr zum Sternenhimmel empor⸗ gehobenes Auge brachte dem Lenker der Schickſale ein heißes Dankopfer dar. Vielleicht gab es noch ein Herz, welches in dieſer Nacht daſſelbe that!

Vierzehn Tage nach dieſem ſtillen, heiligen Trauer⸗ feſte wurde Baron Sillberſparre's Begräbniß gefeiert. Ueber dem Grabe des letzten männlichen Sproſſen des mit ihm ausgeſtorbenen Geſchlechtes wurde ſein adeliges Wap⸗ penſchild zerbrochen; aber in den treuen Herzen ſeiner Freunde, welche den feſten, mannhaften Sinn des edlen, unglücklichen Karl und ſeinen hohen, feurigen Geiſt ge⸗ kannt hatten, lebte ſein Andenken fort, nachdem ſchon längſt ſein Name nicht mehr unter den Lebenden war.

Gleich des Feldes Blumen ſchwindet Was da lebet um uns her, Trauernd ſucht der Freund und findet Den geliebten Freund nicht mehr. Vor dem welken Greis am Stabe Sinkt der Jüngling und der Knabe, Vor der Mutter ſinkt ins Grab

Oft die junge Braut hinab.

Zweiundzwanzigſtes Kapitel.

Nachdem der tiefe Schmerz über Karls Verluſt in eine ruhigere, ſtille Trauer übergegangen war, da die Rückbleibenden die frohe Ueberzeugung hatten:„Was Gott thut, das iſt wohlgethan,“ wie dieß mit Karl und