Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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& geradewegs zu Adlerbranths gegangen, das kann ich mir denken, aber heute ſollen Alle hier ſeyn und wenn ich ihn hertragen müßte.“

Da näherte ſich ſchnell Gotthard ſeinem Freunde und zog ihn am Arme zuruck.„Warte noch,“ ſagte er faſt undeutlich,„er iſt noch nicht am Lande. Ich bin ſchon bei Adlerbranths geweſen.“

„Wie, noch nicht am Lande?“ wiederholte Hulda fragend.„Iſt er denn ſo krank, liebſter Gotthard?“

„Ach, gerade nicht ſehr, allein es war bereits finſter, als Kapitän Müller Anker warf, und da gegen Abend der Wind zunahm und wir in offener Schaluppe an das Land fahren mußten, ſo ging dieß nur für mich an und für Solche, die geſund und ſtark find.“

Dieſe Worte ſprach Gotthard mit etwas unſicherer Stimme; ſie hatte einen eigenen Ausdruck, welcher die Zuhörer mit einer ſchwarzen Ahnung erfüllte. Wir werfen einen Schleier über die Empfindungen, welche an dieſem Abende die reine Freude des Wiederſehens ver⸗ dunkelte.—

Es war etwa halb Zwölf in der Nacht. Der Sturm hatte ſich gelegt, friedlich und langſam begegnete ſich die Welle in ihrer ſchäumenden Umarmung. Der Mond ſchien, von keiner einzigen Wolke verdüſtert, hell auf den weiten, blauen Raum nieder, über deſſen Oberfläche ein lleiner, ſchwarzer Punkt leicht hinglitt und auf einen größern, etwas mehr abgelegeneren zueilte. An der Brücke von M.. ſtanden die Herren in Mäntel gehüllt. Es war Bundler, Hermann und Kapitän Adlerbranth. Gott⸗ hard ſaß in der Schaluppe, welche mit taktmäßigem Ruderſchlage auf den Schooner zufuhr. Die Zurückge⸗ bliebenen ſahen ihn endlich verſchwinden, hörten das An⸗ rufen und Beilegen, mehr konnten ſie nicht vernehmen.

Es mochte eine halbe Stunde verfloſſen ſeyn. Mit trüben Blicken und tiefem, ſchmerzlichem Ernſte auf dem

Geſichte, bückten ſich die drei Männer über das Brücken⸗

geländer. 38.