Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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verheirathen gedachte und deßhalb das ganze Haus re⸗ parirt werden ſollte, war ſie in ein paar kleine Zimmer, ehedem die Wohnung der Haushälterin, gezogen.

Mehrere Male bot ihr Hermann ein Aſyl in ſeinem Hauſe an, aber ſie ſtand ſo ſehr unter dem Commando ihres Sohnes, daß ſie nie auf den Vorſchlag einzugehen wagte, welcher ſeine eingebildete Ehre allzuſehr gekränkt haben würde; ſie verſicherte beſtändig, Alles ſey wohl und gut und aus vollem freien Willen habe ſie, nur Ludwigs halber, ihre Zimmer im erſten Stock aufgege⸗ ben; ſie ſey ja nun alt und brauche Nichts weiter u. ſ. f. Allein die Klagen, welche ihre Lippen verſchwiegen, ſtan⸗ den leſerlich auf ihrem Antlitze geſchrieben und die vor⸗ dem ſo hoch fahrende, ſtolze Elfride war jetzt eine fromme, demüthige und bußfertige Magdalena.

Die einzige Freude, welche ſie genoß, war die, daß Schwager und Stiefſohn ihre Aufmerkſamkeit für ſie verdoppelten, doch mußte ſie auch zuweilen in den Augen des Erſten manchen Blick des Vorwurfs über ihre allzu⸗ große Schwachheit leſen.

Bald vermehrte Doktor Bundler und ſeine Gattin den freundlichen Familienkreis. Der kleine Eberhard war erwacht, ſprang lärmend von dem Einen zu dem Andern und bekam, außer unzähligen Liebkoſungen, eine faſt eben ſo große Menge von Spielſachen, welche aus den tiefen Taſchen des Großvaters und dem unermeßlichen Arbeits⸗ beutel der Großmutter hervorſpazierten. Alles war Leben und reinſte Freude; denn auf Aller Lippen ſchwebten die Worte!„In ein paar Tagen kann Kapitän Müllers Schooner kommen.“— Nur auf Adlerbranths wartete man noch.

„Ich will einmal hinſchicken und fragen laſſen,“ ſagte Hulda. Aber kaum hatte ſie die Treppenthüre geöffnet, als ſie mit einem lauten Freudenruf zurücktau⸗ melte; ein paar kräftige Arme umſchloßen ſie und drück⸗ ten ſie an eine hochklopfende Bruſt.

„Der Hümmel ſey gelobt! Gotthard!“ riefen Alle.

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