Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Alter ſeyn ſoll, iſt es nach der Trennung von ſeinem Lieblinge Gotthard wohl ebenſo gegangen. Indeſſen ſoll er mit ſeinem Schwiegerſohn höchſt unzufrieden ſeyn und es that auch, wie man hört, kaum vier Wochen zu Fors⸗ hälla gut, wo Hortenſe, um des lieben Hausfriedens willen, ſtets die Vermittlerin zwiſchen allen Parteien machen mußte.“

„Woher in aller Welt weißt Du nur dieß Alles, liebe Alte? Soviel mir bekannt iſt, beſuchſt Du doch die Klatſchthee's der Mamſells B... nicht, und außer dieſer Quelle...“

„Gibt es noch viele andere,“ fiel ihm Hulda lä⸗ chelnd in die Rede. Die Baronin Adlerbranth war vor⸗ geſtern bei mir; dieſe hat kürzlich Briefe von einer Be⸗ kannten aus jener Gegend erhalten. Daraus erklärt ſich Alles und meine Nachrichten ſind ganz zuverläßig.— Aber ich höre Tritte im Saale. Komm, Hermann, es ſind wahrſcheinlich die Aeltern.“

Aber es war nicht ſo. Die Kommende war ein älteres Frauenzimmer, mit magerem, ſchon runzelichen Geſichte, welchem Kummer und Kränklichkeit ihren Stem⸗ pel aufgedrückt hatten, und ein höchſt eingebildeter, etwas mitgenommen ausſehender, junger Herr. Seine Kleidung eigte eine gewiſſe berechnete, aber ſorgloſe Zierlichkeit, ſeine Haltung und ganzes Weſen verriethen ein abge⸗ ſchmacktes Haſchen nach Theatereffekt. Es war Tante Elfride mit ihrem Sohne Lndwig, ſeit drei Jahren be⸗ reits Großhändler zu M.. ſowie Disponent über ſeiner Mutter Haus und Perſon. Doktor Bundler und Her⸗ mann thaten Alles, um dieſe ſchon allzuinnige Gemein⸗ ſchaft nicht noch weiter kommen zu laſſen, allein der liſtige Ludwig verſtand, nach ſeiner Heimkunft von Go⸗ thenburg, der Eitelkeit ſeiner Mutter ſo gut zu ſchmei⸗ cheln, daß ſie, durch ſeine Umwandlung bewegt, und blind wie immer, von der Ueberzeugung, von deren Wahrhaf⸗ tigkeit, ihm ihr Privatvermögen anvertraute, damit er ſein Geſchäͤft ausdehnen könne; und deer ſich bald zu

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