Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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mein Glück. Laß ſehen, Du kleiner Engel,“ ſetzte er hinzu und drückte heiße Küſſe auf die Stirne des Kindes, „laß ſehen, ob Du auch ſo brav, gut und verſtändig biſt, wie Deine Mutter. Aber wo iſt Eberhard? er iſt doch wohl? Ich horche vergebens auf ſein muntres Toben mit dem Steckenpferde?“

„Er ſchläft; ich habe ihn nur ſchwer zur Ruhe ge⸗ bracht; er iſt dann am Abende um ſo muntrer. Ich hoffe die Aeltern werden bald kommen. Willſt Du nicht vorher eine Taſſe Thee nehmen, um Dich zu erwärmen, lieber Hermann? er iſt ſchon fertig.“

„Dank, Liebe, er ſoll mir trefflich ſchmecken und Du magſt dazu ſo viel Bretzeln bringen als vor ſechs Jah⸗ ren, wo ich von Stockholm kam. Weißt Du noch, an jenem Morgen, mein Engel, wie huldreich Du warſt, mit den Bretzeln nämlich. Du ließeſt mir damals nicht viel weiter zukommen, kaum einen Handkuß zum Will⸗ komm.“

„Ach, was fängſt Du auch damit an!“ meinte Hulda lächelnd, und Hand in Hand eilten die Glücklichen nach dem kleinen Wohnzimmer, wo die junge Frau, nachdem ſie das Kind der Amme übergeben, ſich neben Hermann auf den Sophn ſetzte, den Theetiſch näher zog und während des freundlichſten Geplauders mit ihrem Gatten dieſen mit Allem zu verſehen begann, was Leib und Seele erfreuen konnte, Thee, Bretzeln und Küſſe.

„Liebe Hulda, wen haſt Du noch auſſer den Aeltern gebeten?“ fragte Hermann.

„Tante Elfridel oder meine Schwiegermutter, wie ich eigentlich ſagen ſollte, und Ludwig— ach der widerwär⸗ tige Ludwig! aber dieß unter uns. Auch Kapitän Adler⸗ branths habe ich gebeten.“

„Ganz recht. Hätten wir nur auch Gotthard und Karl! ſie haben in den letzten Tagen guten Wind ge⸗ habt, und wenn ſie, nach Gotthards Schreiben, mit Kapitän Müllers Schooner kommen, ſo können ſie nicht mehr lange ausbleiben. Ich weiß, daß ſie wegen des