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Tage des Friedens, welche ich bei Dir verlebt habe, Vater. Habe Dank, herzlichen Dank, für all' die reine ſchöne Liebe, welche mich auf meinem einſamen Wege doch auch Roſen hat ſammeln laſſen!— das Andenken— das Andenken an Deine unendliche Güte nehme ich mit mir in die— ſchönere Helmath.“
Tief ergrifſen, ließ der arme alte Mann, welcher bald ganz verlaſſen ſeyn ſollte, ſeln Haupt auf die Stuhl⸗ lehne niederſinken. Er bedeckte die Augen. Hortenſe ging ſchweigend, mit leiſem Schritte im Zimmer auf und nieder
Da hörte man Wagengeraſſel auf dem Hofe. Zit⸗ ternd eilte Hortenſe an das Fenſter; ſie fürchtete, ihr Mann könnte ſchon zurück ſeyn; aber ein ihr völlig unbekannter Herr ſprang aus dem Wagen und ging ſchnell auf das Haus zu.
„Es iſt ein Fremder gekommen,“ wisperte Hortenſe dem Greiſe in das Ohr.
„Ach, Gott ſei Dank! Er iſt's!“ erwiederte Klinting, gleichſam neu auflebend.„Der brave Doktor aus M.., mit welchem wir ſchon ſeit einem Jahre Briefe wechſeln, hat mich gebeten, ihn zu benachrichtigen, wenn ich glaube, daß ſie ihrer Auflöſung nahe ſey. Ich habe dieß gethan, und er will mich alten Mann nicht allein in meinem Trübſal laſſen.“
„Wovon hatte er geſprochen?“ fragte Hedda, als der Grels die Thüre hinter ſich zuzog.
Hortenſe ſagte, ein Reiſender ſey gekommen und der
Oheim glaube, es ſey Doktor Dahl.
„Hermann! O mein Gott!“ Ein ſchwaches Roth überflog auf ein paar Sekunden ihr blaſſes Geſicht, un⸗ verkennbare Freude ſtrahlte aus ihren dunklen Augen. Kurz darauf kam der alte Klinting zurück, um ſie auf den lieben Beſuch vorzubereiten.
„Laß ihn nur ſchnell kommen,“ bat ſie ungeduldig.
Doktor Dahl trat ein. In ſeinem ganzen Weſen
lag hoher Ernſt und die wärmſte brüderliche Theilnahme.


