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es nicht zu vergeſſen, liebe Frau. Die Zeiten haben ſich gewaltig geändert. Haben Sie die Güte, einzutreten, meine Herrſchaften. Obgleich mein Haus ein Trauerhaus geworden iſt, ſo ſoll doch Niemand ſagen, daß er in Skogeborg nicht freundlich aufgenommen worden ſey.“ Hortenſe erkannte den luftigen, hübſchen Saal wie⸗ der, mit den blühenden Fliederbüſchen vor den Fenſtern, allein vergeblich ſpähte ihr forſchender Blick nach der Thüre, aus welcher damals die reizende Sängerin mit der Guitarre im Arme gekommen war. Alles war jetzt ſtill, ihr Ohr vernahm keinen Laut, weder von einer welblichen Stimme, noch von einer Guittarre. Hortenſe blieb lauſchend ſtehen; nicht der leiſeſte Tritt ließ ſich hören. „Beſter Herr Klinting,“ ſing die zunge Frau faſt bange an,„wo iſt Ihre Nichte, die liebenswürdige Hedda? Um ihretwillen bin ich hergekommen, eine heimliche Sehnſucht hat mich zu ihr gezogen. Wo iſt ſie ½“ „Gott ſegne Sie für Ihre herzlichen Worte,“ ant⸗ wortete der Greis und drückte Hortenſe freundlich die Hand.„Auch ſie hat ſich nach Ihnen geſehnt, von Ihnen geträumt und phantafirt. Es iſt gut, daß Sie kommen, etwas ſpäter hätten Sie ſie vergeblich geſucht. Meine
Hedda, das fromme Kind war zu gut für dieſe Welt;
ſie iſt auch bereit, in eine beßre uͤberzugehen, wenn der Herr ruft, und er wird nicht mehr lange auf ſich warten laſſen.“ Der greiſe Klinting ſprach mit all' der Ergebenheit, welche die Folge lang genährter Vorſtellung von einem unabänderlichen Uebel bei einem chriſtlichen Sinne iſt. Hortenſe weinte.„O laſſen Sie mich ſie ſehen,“ bat ſie;„aber, beſter Herr Klinting, vorher bitte ich Sie noch um ein Zimmer für meinen Mannz er iſt müde und bedarf der Ruhe.“
Hortenſe fühlte die ganze Pein ihrer Lage, einem Manne anzugehören, den ſie auf ſein Zimmer zur Ruhe ſchicken mußte, wenn ſie ganz ungeſtört ſeyn wollte. Den


