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ein alter Bekannter, der ihn zum Frühſtück einlud. Da ging es munter zu und während man verſchiednen Flaſchen Madeira und Portwein den Hals brach und alte Geſchich⸗ ten in erneuerter Form auskramte und belachte, verging die Zeit— der Brief wurde vergeſſen, bis er ſich ein paar Wochen ſpäter in Forshälla bei einer großen Mu⸗ ſterung der Reiſeeffekten gelegentlich wieder vorfand.
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Zwanzigſtes Kapitel.
Zeigt ſich der Glückliche mir, ich vergeſſe die Götter des Himmels Aber ſie ſtehen vor mir, wenn ich den Leidenden ſeh!⸗
Schiller.
Etwa Nachmittags drei Uhr, am 9. Juni, fuhr der Wagen des Kammerjunkers Weſtelli in den Hof von Skogeborg und hielt an der Treppe.
Eine magre Geſtalt mit eingefallnen Augen, ſchlep⸗ pendem Gang und gekreuzten Armen kam den Reiſenden entgegen. Es war der alte Klinting; ein nagender Her⸗ zenskummer hatte ihn mehr gebeugt, als die Jahre; ſein Blick ruhte forſchend auf den Fremden.
„Sie kennen mich nicht mehr, beſter Herr Klinting,“ begann Hortenſe mit dem ſanften, lieblichen Tone, deſſen ſie ſo vollkommen mächtig war, wenn ſie ein Herz ge⸗ winnen wollte,„und wahrhaftig, ich kenne Sie auch faſt nicht mehr. Ich hieß früher Hortenſe Thorſen; nun bin ich verheirathet und hier iſt mein Mann, Kammerjunker Weſtelli. Auf einer Reiſe nach Norwegen begriffen, konnte ich unmöglich an Skogeborg vorüber reiſen, welches mir, obgleich ich früher kaum ein paar Minuten da zugebracht habe, doch ſtets unauslöſchlich im Gedächt⸗ niſſe blieb.“
„Ja, ja, das glaube ich wohl; Sie hatten Urſache,


