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Deines frühern Liehhabers neben dem ſeinigen in Deinem Herzen lebe; heute Morgen hat die Mutter aus der Unter⸗ redung mit Dir das Nänliche ſchließen müſſen— ſpricht dieß Alles nicht hinlänglich dafür? Aber er, der edle, hochſinnige Mann, welchem Du Treue verſprochen haſt, will ſein Recht nicht weiter geltend machen und bietet die Frucht ſeines Abſchiedsgabe.“
7” dieſe Gabe... 2“ ſtammelte Hulda in höchſter
„Deine erſte Jugendliebe, Karl Silberſparre. Her⸗ mann hat die Einwilligung des Vaters erwirkt und iſt eben bei dem Baron, um ihn von ſeinem Glücke in Kenntniß zu ſetzen.“
„Gott im Himmel! Iſt es denn möglich, daß Men⸗ ſchen einander dergeſtalt mißverſtehen können; daß Herzen, durch die innigſte Hingebung vereint, ſich mit Gewalt von einander losreißen wollen?— Sie flog zum Schreib⸗ tiſche, warf ein paar Linien hin und ſchickte ſie eiligſt in Kapitän Adlerbranths Wohnung, zur unverzüglichen Ueber⸗ gabe in Doktor Dahls Hände. Nachdem dieß geſchehen war, ſchloß ſie ſich in ihr Zimmer ein; ſie wollte allein ſeyn, um allen weiteren Erklärungen auszuweichen, bis ſie mit Hermann ſelbſt geſprochen haben würde.
Dieſer hatte inzwiſchen, im Augenblick wo er Karl verließ, das Billet erhalten. Auf der Treppe erbrach er es und las mit einer Aufregung, welche nicht mit Worten geſchildert werden kann, folgendes:
Ang
„Mein Hermann!
Ich weiß Alles. Haſt Du bereits mit dem Baron geſprochen, ſo beſchwöre ich Dich, entweder mündlich oder durch dieſes Billet zu widerrufen, was Du ihm ver⸗ ſprochen; denn ſo gewiß ich nur Dich liebe, und nur aus kindiſcher Unerfahrenheit Karls Bild mit dem Deinigen verwechſelte und mein Gefühl gegen ihn für eine Sünde
qualvollen Streites der Geliebten zur
was doch in der That nicht war, wahrend ich nun


