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Auge immer mehr von der Zeit an, wo wir zuerſt da⸗ von Gebrauch machten.
„Faſelſt Du, Gotthard?“ fragte Hulda und trat näher.„Hermann will reiſen? Wann iſt denn das aus⸗ gemacht worden? Er hat mir ja noch kein Wort davon geſagt.“ „Ach, es iſt ja auch wahr!“ ſagte Gotthard und wurde über und über roth; Du ſollteſt es erſt nach Tiſche erfahren. Es iſt dumm, daß Du da herkommſt und die Sache vorher entdeckſt; Hermann ſorgt Dir aber für einen guten Erſatz.“ Gotthard fühlte wohl, wie un⸗ edel er handelte, da er ſo ſchonungslos einer Sache er⸗ wähnte, von welcher ihm ſein Freund zu reden verboten hatte, aber er dachte, wenn Hulda dieſen hintergehen und mit der Liebe und Treue eines edlen Mannes ſpielen kann, während ihr Herz einem Andern gehört, ſo ver⸗ dient ſie keine Schonung. Auf dieſe Weiſe kam Gott⸗ hard, in Folge der Macht des gewöhnlichen Egoismus dazu, ganz und gar ſein eigenes Verhältniß zu vergeſſen, oder es doch von einem andern Geſichtspunkte aus an⸗ zuſehen. Hulda ſah wohl, daß ſich Gotthard in einem gereizten Zuſtande befand, ließ ſich aber nicht abſchrecken.„Welchen Erſatz kann mir Hermann für dieſen Kummer bieten?“ fragte ſie herzlich, aber ernſt.
„Hm, denk' ſelbſt darüber nach, ſo wirſt Du ſchon auf das Rechte kommen.“
Hulda erröthete heftig und ſchlug plötzlich die Augen nieder; als ſie dieſelben aber wieder erhob und ihren Bruder anſah, lag ein ſo innig bittender Ausdruck darin, daß er ihren Blick kaum ertragen konnte.—„Beſter Gott⸗ hard, wenn Du mich jemals nur ein wenig geliebt haſt, ſo ſey aufrichtig gegen mich! Vielleicht läßt ſich die Reiſe noch hintertreiben; ſprich, ich beſchwöre Dich; ich ahne ein Mißverſtändniß.
„Gebe Gott, daß es ſo wäre! aber— Du haſt ja Hermann mit eigenem Munde bekannt, daß das Bild


