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wie der große Schleier an Hortenſes Hut eine vortreff⸗ liche Schutzwehr gegen die Entdeckung der Blicke abgab, welche wie Contrebande, geſchickt hinüber und herüber praktizirt wurden.
„Es iſt doch abſcheulich,“ ſagte die Baronin Sil⸗ berſparre zu ihren Töchtern,„in der That unverantwort⸗ lich, wie das Bürgervolk einherſtolzirt. Heut zu Tage ſchämt man ſich auch nicht ein Bischen mehr, und es wird nlicht lange anſtehen, ſo verlieren alle Bürgerweiber den Verſtand vor lauter Hochmuth und Eitelkeit, wenn nicht die Regierung eine Verordnung ergehen läßt, welche ſolchen Weibern bei Leibesſtrafe Alles andre außer Kattun oder Bombaſin zu tragen verbietet.“
Während die Baronin durch dieſen Erguß ihrer Galle etwas Luft machte, fuhr der Wagen der Amtmännin vorbei und Frau Thorſen bückte ſich mit einem vorneh⸗ men Lächeln vorwärts. Steif wie eine Bildſäule ſaß die gnädige Frau da, ſie bewegte nicht ein Mal den Kopf, blos ein leiſes Zucken mit den Augbrauen konnte für eine Erwiederung des Grußes gelten.
Auf dem Wege bis zur Kirche wurde nicht viel ge⸗ ſprochen. Der Baronin war daran gelegen, ſo ſchnell wie möglich aus dem Wagen zu kommen, um mit ihren Töchtern zuerſt die Kirchthüre zu erreichen; die Satis⸗ faktion wurde ihr auch dadurch zu Theil, daß die Amt⸗ männin unterwegs ſiehen bleiben mußte, um ein paar Worte mit der Frau Pfarrerin zu reden.
Im Chor waren die Kirchenſtühle von Forshälla und Wallby einander gegenüber. Die Baronin mußte alſo zu ihrem großen Verdruß während des ganzen Got⸗ tesdienſtes die elegante Garderobe der Amtmännin vor Augen haben, und dieſer Umſtand, im Verein mit der Bemerkung, daß Notarius Bundler unter der ganzen Predigt ununterbrochen ſeine Augen auf Hortenſe, Statt auf den Geiſtlichen oder— Selma heſtete, ſtörte ihre Andacht bedeutend.—
Endlich ſagte der Pfarrer„Amen“ und nun begann


