Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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„Hat denn Ludwig nceſas Ich wollte hinaus botaniſiren, und habe ihn geßeten, es euch zu ſagen.“

„Verfluchter Junge!“ rief Bundler aus,„ſieht unſere Unruhe und ſagt aus purer Schadenfreude und Nieder⸗ trächtigkeit kein Wort. Aber das ſoll ihn reuen! Ich habe ſchon an ein Handelshaus in Gothenburg um eine Stelle für den jungen Herrn geſchrieben, wo er, ſo wahr ich ehrlich bin, kurz genug gehalten werden und nach einer andern Pfeife tanzen lernen ſoll, ehe er wieder heimkommt, um mit ſeinen Teufeleien Alles unter einander zu bringen. Und bis der Racker fort iſt, mußt Du bei uns wohnen, Hermannz verſprich es mir! Ich laſſe ſo⸗ gleich Deine Sachen holen; Hulda hat Dein Zimmer ſchon längſt herrlich in Ordnung gebracht.“

„Nein, liebſter Vater, ich werde überhaupt nur noch ſo kurze Zeit hier bleiben, daß ſich eine Wohnungsver⸗ änderung nicht mehr der Mühe verlohnt.“

„Wie, was? kurze Zeit! Du haſt ja ein paar Monate hier bleiben wollen und nun willſt Du, wie das Weiber⸗ volk, die Wetterfahne machen. Was fällt Dir denn ein?“

„Ich muß, Vater, ich muß!“

„Nein, ſage ich, Du mußt nicht! Hulda, mein Kind, ſprich Du; willſt Du Hermann reiſen laſſen?“

„Nein; Hermann, wenn ich Etwas über Dich ver⸗ mag, ſo bleib' noch da und bereite uns nicht dieſen Kummer!“

„Und was meinſt Du denn, daß ich mir durch mein Dableiben ſelbſt bereite?“ fragte er nicht ohne Bitterkeit.

Hulda erröthete und ſchwieg; an ihrer Stelle er⸗ wiederte der Vater:

„Du bereiteſt uns die große Freude, Deine Ver⸗ lobung mit Hulda feiern zu können. Die Auserwählte Deines Herzens iſt nicht ſo hart, wie Du Dir einbildeſt; ſte hat mir bereits gebeichtet.“.

„Was, o Gott! Nein, ihr habt ſie überredet!“ rief Hermann heftig aus.„Aber ſey ruhig, liebſte Schweſter,