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ich will— ja ich will es herausreißen. Ach! Hermann ſoll nur zurückkommen, laßt mir nur Zelt mich an meine neue Lage zu gewöhnen, dann ſollt Ihr keinen Grund zur Klage mehr haben. Ich liebe ja auch ihn unſäglich, nur auf andere Weiſe.“
„Nun, liebe Tochter, biſt Du wieder vernünftig, wie Du ſtets geweſen. Gott, wenn nur Hermann da wäre! Das wundert mich am meiſten, daß er keinem Menſchen auch nur ein Wörtchen von ſeiner Entfernung geſagt und nichts als ſein Pferd mitgenommen hat.“
„S't!“ ſagte Karoline haſtig, faſt athemlos;„ich höre Tritte auf dem Gang.“
„Das iſt er! o das iſt er!“ rief Hulda aus, flog ſchnell wie ein Geiſt durch das Zimmer, riß die Thüre auf und ſank mit einem Schrei, in welchem Freude und Schmerz ſich vereinigte, an Hermann's Bruſt.
eſt preßte er ſie an ſein Herz und ſtand beinahe regungslos da; ſein Geſicht war bleich, faſt aſchgrau, Haar und Bart in Unordnung, und in den Augen glühte ein ſonderbares, ſtechendes Feuer.
„Hulda, liebſte, theuerſte Schweſter!“ ſagte er mit leiſer, bebender Stimme„„ſey nicht beſorgt um mich! Ich wäre nicht ſo gekommen, wenn mir nicht Peter, die ehrliche Seele, als er das Pferd abnahm, geſagt hätte, ihr wäret Alle in größter Angſt um mich.“
„Ja, Hermann„ in unſäͤglicher Angſt waren wir,“ erwiederte Hulda;„ich wäre geſtorben, wenn Du nicht wieder gekommen wäreſt.“
ermann lächelte; es war aber ein ſeltſames Lächeln und ein trüber Schleier lag dabei über ſeinen Augen. Dann reichte er den geliebten Pflegeltern, welche aus lauter Schrecken noch nicht ein Wort hatten hervorbringen können, die Hand.
„Hermann, liebſter Sohn,“ ſagte endlich der Doktor vorwurfsvoll,„wo biſt Du geweſen, was haſt Du ge⸗ macht? Es war nicht Recht von Dir, uns ſo in Unruhe zu laſſen.“


