Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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habe dieß doch früher nicht ſo bemerkt. Es ſicht mich aber nicht an.“

Seine Gattin ſeufzte und ſchwieg.

„Ja, Seufzen und Weinen, damit ſeyd ihr ſtets bei der Hand. Woher weißt Du denn, daß Hulda unſern Hermann nicht liebt? Haſt Du ſie gefragt, oder hat ſie es Dir aus frelen Stücken geſtanden?ℳ

„Keines von Beiden; alleln man fieht es leicht.“

„Na, da will ich denn doch auch ſehen, und klar ſehen. Ich werde fie ſelbſt ins Gebet nehmen, denn Um⸗ wege ſind nicht meine Sache. Ruf' ſie her, Mutter, ſie ſoll mir Rede und Antwort ſtehen.“

„Aber liebſter Bundler, Du bedenkſt nicht..“

„Hör' Liebe, ruf' mir das Mädchen und bekümmere Dich nicht. Ich halte zu viel auf ſie, als daß ich ihr den Kopf abreißen könnte, was Du nach Deinem Aus⸗ ſehen ſchier zu fürchten ſcheinſt.“

Bald darauf kam Karoline mit ihrer Tochter zurück. Hulda ſah ſehr verweint aus, ſie zitterte wie Eſpenlaub, als ſie zu ihrem Vater in das Zimmer trat.

„Komm' her meine Tochter! Warum ſiehſt Du denn ſo verſtört aus?“ fragte der Doktor ſanft.„Was hat Dich denn ſo aufgeregt?“

„Daß Hermann fort iſt, Papa.“

„Und warum denn dieß, mein Kind 2“

„Ach! weil er am Abend vorher, wo wir allein bei⸗ ſammen waren, gewiß böſe auf mich geworden iſt. Mein Herz war betrübt und ich weinte vor Angſt.“

„Und warum warſt Du betrübt, mein Kind? Sag' es uns aufrichtig.“

„Ich weiß es ſelbſt nicht recht; aber Hermann ſagte Etwas, das mich auf's Heftigſle ergriff.“

„Und als Du da weinteſt, was ſagte er dazu?“

„Er bat mit einer Stimme, deren düſterer ſchmerz⸗ voller Ton noch immer in meinen Ohren wiederklingt, ich möge mich beruhigen. Er wolle ſchweigen und nie⸗