Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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kommen ſeyn, wenn nicht ein älteres Verſprechen eine andere Wahl verböte. Hulda ſelbſt weiß noch nicht, daß das Glück ihrer Zukunft durch die reinſte Zärtlichkelt des

edelſten Mannes, als Freunde ihrer Jugend, beſtimmt

und geſichert iſt. Wir wollen ihrer Neigung keineswegs Zwang anthun, deßhalb haben wir bisher geſchwiegen und werden noch ein ganzes Jahr ſchweigen, wo er dann ſelbſt kommen und um das Herz ſeiner jungen Braut werben wird. Um wie viel ſchwerer ihm jetzt der Sieg werden mag, ahnen Sie wohl; allein im vollen Vertrauen auf

Ihren Edelmuth wende ich mich jetzt an Sie und bitte,

das Geſpräch mit meiner Tochter, welches ich geſtern ab⸗ gebrochen habe, auf keine Weiſe je wieder anzuknüpfen. Mit Hulda habe ich den elnzigen Weg eingeſchlagen, der mir offen ſtand; ich habe Sie in ihrer Achtung noch ge⸗ hoben, ihr aber zugleich alle Hoffnung benommen, indem ich ſie zu überzeugen ſuchte, daß ein Mann mit Ihren hohen Begriffen von Ehre es über ſich weder gewinnen kann noch darf.. Ich bitte, erſparen Sie mir den Schluß;— Sie verſtehen mich.“

„Ja, ich verſtehe, und Ste ſind der Wahrheit viel⸗ leicht näher gekommen, als Sie ſelbſt glauben. Ich danke Ihnen, daß Sie mich eines längern Streits zwiſchen meinem Herzen und meinem Stolze überhoben haben. So lange ich lebe, werde ich Hulda lieben, aber bei meiner Ehre ſchwöre ich Ihnen, von dieſem Augenblick an werde ich niemals auch nur den geringſten Verſuch machen, ſie wiederzuſehen;— ich werde noch dieſen Mor⸗ gen abreiſen, um uns Beiden den Schmerz des Abſchieds zu erſparen. Wäre meine Stellung eine andere, beſäße ich Vermögen genug, um ihr ein ſorgenfreies Leben zu bereiten, dann dürften ſie überzeugt ſeyn, daß ich meine Anſprüche nicht ſo leicht aufgeben würde. ich kein Mittel unverſucht, Ihnen und Ihrem Herrn Ge⸗ mahl die Ueberzeugung zu verſchaffen, daß das Glück des Weibes einzig und allein in der Liebe liegt. So dage⸗ gen— ſeine Stimme bebte, ſeine Wangen brannten

Dann ließe