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ſeiner Armuth und zugleich einem ſo hohen Begriff von Ehre, nie den Verſuch machen könne und dürfe, das Herz eines Weibes, das er liebe, zu gewinnen, wenn auch ein unbewachter Augenblick ihr habe verrathen können„wie
theuer ſie ihm ſey.
„Weinend flüſterte Hulda ein paar Worte von der Wohlhabenheit ihres Vaters, und daß ſie beide gewiß mit
Wenigem zufrieden wären.
„Das kann ſeyn, liebes Kind,“ entgegnete ich; jedoch bin ich uͤberzeugt, daß der Baron bei ſeinem Charakter niemals die Abſicht haben kann, von ſeiner Gattin die Mittel zu dem gemeinſamen künftigen Lebensunterhalte anzunehmen; ſollte er ja anders denken, ſo möͤchte ihn dieß bei Deinem Vater nicht in das beſte Licht ſetzen. Ich kann Dir beinahe im Voraus ſagen, daß dieſer die Werbung eines Mannes zuruͤckweiſen wird, der nicht mehr
bieten kann, als ſein Herz und ſeinen Namen. darum, daß er bei ſeinem künftigen Schwiegerſoh
Reichthum ſieht, ſondern lediglich aus dem Grunde, weil er einen ſolchen Mangel an Zartgefühl als eine ſchlechte Bürgſchaft für das künftige Glück ſeines Kindes anſehen
müßte.
„Iſt denn gar leine Hoffnung vorhanden, nicht die
ängſt⸗ lich nach dem Ausdruck meines Geſichtes. O, was hat dabei mein armes Mutterherz gelitten! wäre ich nicht damals, ſo wle jetzt und in Ewigkeit überzeugt ge⸗ weſen, daß ich das irdiſche Glück meines Kindes in keine beſſeren Hände legen kann, als in die Deinigen— ihr Blick hätte mich weich gemacht und zur Nachgiebigkeit bewegt. Tief ergriffen drückte ich das zagende Weſen an meine Bruſt und ſagte:„Gar keine, Hulda! Dieſer kurze Traum Deiner Jugendliebe wird„ wie manche an⸗ dere Roſe im Leben, bald erbleichen. Sag', willſt Du dem, welchen Du liebſt in den Augen der Welt, ſogar in den Augen Deines Vaters, als einen eigennützigen Glücks⸗ jäger daſtehen ſehen? Ich bin ſicher, ſeine Ehre iſt Dir
geringſte?“ fragte ſie zitternd und ihr Blick forſchte
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