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Drittes Kapitel.
Im Arm der Liebe rein und hold Vergißt man, ohne Rang und Gold, Wohin des Schickſals Kugel rollt.
Bouterweck. ———— Haſſe jede That, Die nicht den freien Blick zur Sonne wendet. Theodor Körner.
„Es war im vergangenen Fühjahre, als, wie Du Dich erinnern wirſt, Hulda an einem bösartigen Fieber erkrankte. Da ſie ſich nur langſam erholte, ſo war der Vater der Meinung, ein Sommeraufenthalt von einem Monate auf dem Lande werde hauptſächlich dienlich ſeyn, ihr die gehörigen Kräfte ſchneller wieder zu geben. Wir beſchloſſen deßhalb, das ſchon öfters erneuerte Anerbieten einer Jugendfreundin, der Majorin W.. anzunehmen, und unſere Abreiſe wurde dergeſtalt feſtgeſetzt, daß wir am Johannistage zu Billingsthal eintreffen konnten.
Major W-— s Haus war jederzeit der gaſtfreie Sam⸗ melplatz von Freunden und Nachbarn geweſen, namentlich im Sommer. Dieß wußte ich im Voraus und wunderte mich deßhalb gar nicht, als wir bei unſerer Ankunft eine große Anzahl von Gäͤſten vorfanden. Bei unſerm erſten Eintritt in den Saal wurden wir natürlich nicht ſogleich näher mit den Anweſenden bekannt; als wir uns aber umgekleidet hatten und die Geſellſchaft im Garten ver⸗ ſammelt war, bemerkte ich einen jungen Offtzier von ungewöhnlich edlem und gefälligem Ausſehen, welcher in einiger Entfernung von uns ſtand und mehr durch freund⸗ liche Blicke, als durch die That an der Unterhaltung der übrigen jungen Leute Antheil zu nehmen ſchien. Er näherte ſich uns und der Major ſtellte ihn uns vorz es war ein Baron Silber
„Ha,“ unterbrach Hermann heſtig die Sprecherin,


