15 aliger„Sle wollen wohl ausreiten, Herr Notarius? Ich geſtri⸗ ſehe dort den Stallknecht mit Ihrem Pferde. Ohne auen. Zweifel nach Wallby?⸗ helte,„Ja, ich habe im Sinne„heute meine erſte Viſite war dort zu machen.“ und„Sie werden hoch willkommen ſein; ich weiß auch vom Papa, wie ſehr Sie es verdienen. Grüßen Sie die nicht jungen Damen und kommen Sie bald und gut wieder ab⸗ nach Hauſe.“ eelche Mit einem leichten Kopfnicken nahm ſie Abſchied enſe, und ging weiter. Gotthard folgte ihr ein paar Schritte. „Hortenſe!“ Seine Stimme hatte dabei eine gewiſſe, ards fruͤher nie gezeigte Weichheit.— zum Sie drehte ſich ſchnell um.„Haben Sie Etwas elche geſagt?“—. ufig„Ja; ein dreiſter Wunſch iſt in mir aufgeſtlegen! urch werden Sie mir nicht zürnen, wenn ich ihn ausſpreche?2 nge⸗„Wie kann ich dieß im Voraus wiſſen?“ fragte da⸗ f ſie gegen Hortenſe in ihrem alten, ſchelmiſchen Ton. habe„Wollen Sie mir nicht einen Augenblick ſitzen? — Ich möchte Sie gern zeichnen, am liebſten ſo, wie Sie die jetzt vor mir ſtehen. Ach, warten Sie, warten Sie! rde. Bleiben Sie ſo ſtehen, in dieſer Stellung.“ Blut Gotthard zog haſtig ſeine Schreibtafel hervor, rieß rück ein Blatt heraus, ergriff die Bleifeder, ſetzte ſich auf hts⸗ eeine Gartenbank, an den alten ſteinernen Tiſch, und be⸗ am gann mit dreiſten Umriſſen die Geſtalt der kleinen Zau⸗ berin hinzuwerfen, ſo lieblich und reizend, wie ſie vor ſe, 9 ihm ſtand, mit dem netten Strohhut auf dem Köpfchen un⸗ und dem Blumenkorbe in der Hand. Lächelnd und ge⸗ ine duldig ſtand Hortenſe mäuschenſtille und blickte mit ihren Be⸗ hellen, freundlichen Augen dem Künſtler auf die ge⸗ übte Hand, welcher mit ein paar raſchen, kecken Zügen 1; ihr Bild entwarf.— Als die ſchnelle Arbeit fertig war ein und er aufſtand, um ihr zu danken und noch ein Mal
die Skizze mit dem Original zu vergleichen, las Hor⸗ tenſe in Gotthards Blicken eine beredtere Sprache, als


