Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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der ganz deutlich zeigte, wie ſehr ſie Luſt zu abermaliger Neckeret mit Gotthard hatte:— eine Folge ſeiner geſtri⸗ gen Spitzſindigkeiten, wegen der Macht der Frauen. Obgleich ſie uͤbrigens auf das anmuthsvollſte dazu lächelte, verſehlte ſie doch ihren Zweck; der junge Notarius war aallzu ernſthaft geſtimmt„ um darauf einzugehen, und aantwortete:

Allgemeinen liebe ich das Frühſtücken nicht eind will auch in Zukunft die Gewohnheit gänzlich ab⸗ Iegen, da die einzige eigentliche Anziehungskraft, welche mich dazu führte, die muntere, liebenswürdige Hortenſe, mir ſo ungern ein freundliches Wort ſchenkt.“

Der ruhige und ernſte Ton, welcher in Gotthards Stimme lag, benahm Hortenſe alle weitere Luſt zum Sppoott, und durch einen der ſchnellen Uebergänge, welche bei jungen, unſchuldigen weiblichen Geſchöpfen häufig und merklich vorkommen, ſo lange ſie noch nicht durch Erfahrung und Kunſt ihre Gefühle unter einer ange⸗ nommenen Maske zu verbergen gelernt haben, rief ſie aus:„O Bundler! wenn ich Ihnen wehe gethan habe verzeihen Sie mir. Es war nicht meine Abſicht.“— Dabei ſah ſie ihm ſo gutmüthig und herzlich in die Augen, daß es Gotthard ganz warm umss Herz wurde. Völlig gegen ſeinen Willen ſtrahlte dieſe innerliche Glut wie aus einem Reflexionsſpiegel auf ſein Geſicht zurück und verrieth ſich, trotz ſeiner männlichen, dunkeln Geſichts⸗ farbe, durch leichte Färbung, wie bei den Wolken am abendlichen Himmel.

„Ich habe gar Nichts zu verzeihen, beſte Hortenſe,“ antwortete er ausdrucksvoll,„bin Ihnen dagegen un⸗ endlich viel Dank ſchuldig. Sie haben mir ſo eben eine nicht minder edle als liebenswürdige Seite Ihres Ge⸗ müthes gezeigt, und

„Wollen von nun an wieder zum Frühſtück kommen;“ unterbrach ihn Hortenſe lächelnd und zerpflückte ein Roſenblatt.

Ja, wenn.