Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Pack ſoll ſammt und ſonders erfahren, was es heißt, den

Löwen zu reizen.“

Ruhig und zufrieden mit ſich ſelbſt, ohne die ge ringſte Ahnung von den finſteren Plänen, die Fuſelberg ſchmiedete, legte ſich Gotthard nach ſeiner Heimkehr zu

Bette. Die ganze Nacht träumte er von der angeneh⸗ men Ueberraſchung, welche er Karl bereiten würde, wenn er ihm die gefährlichen Papiere einhändigte, die in dem Beſitze des Diſtriktserekutors eine ſo ſcharfe Waſſe gegen die Ruhe ſeiner Familie waren„ und welche nun, voll⸗ fländig unſchädlich, Nichts als Freude mit ſich brachten,

Sobald es am andern Morgen der Anſtand erlaubte, der Baronin Silberſparre einen Beſuch zu machen, kleidete ſich Gotthard höchſt ſorgfältig an, ſteckte die ſchätzbaren Dokumente in die Taſche und ging in den Hof hinab, um nachzuſehen, ob ſein Pferd geſattelt ſel. Unterwegs nach dem Stalle, auf dem großen, mit Bäu⸗ men umgebenen Platze, begegnete ihm Hortenſe, welche eben aus dem Garten kam. Sie trug ein niedliches

Wieedenkörbchen, voll ausgeſucht ſchöner Blumen in der Hand.

„Guten Morgen, mein Fräulein,“ ſagte Gotthard

und grüßte das reizende Mädchen mit einer leichten,

anmuthigen Verbeugung.„Ich habe nicht das Glück

gehabt, bei dem Fruͤhſtuͤcke auch nur einen Schatten von

Ihnen zu ſehen.“ „Ich hatte glücklicherweiſe Nichts im Saale zu be⸗ ſorgen.“

„Glücklicherweiſe!“ wiederholte Gotthard;„iſt es denn eine ſo große Plage fuͤr Sie, Ihrem Vater die kleinen Aufmerkſamkelten zu erweiſen, welche er ſo gern von Ihnen annimmt?“

„Nein, gewiß nicht; wäre mein Vater allein ge⸗ weſen, ſo... Allein, da ja mehrere Herrn im Hauſe ſind, kann man es mir um ſo eher zu gut halten, daß ich mich erſt um Mittag ſehen laſſe, wo die Mutter auch zugegen iſt.“ Dieß ſagte Hortenſe mit einem Ton,

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