Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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„Sie werden mir aber doch zugeſtehen, daß Ihre Gefäl⸗ ligkeit einen andern Beweggrund hat, als nur das Inte⸗ reſſe der allgemeinen Rechtsliebe. Sie erlauben mir, Ihnen ferner zu bemerken, mein Herr, daß junge Juriſten, welche auf derartigen Schleichwegen gehen, um einen ehr⸗ lichen Mann in der Verfolgung ſeiner gerechten Sache zu hindern, ſelten taugliche oder geachtete Richter werden, wenn ſie überhaupt je zu einem ſolchen Poſten gelangen: denn dergleichen Geſchichten bleiben nicht verſchwiegen, ſondern breiten ſich zum Erſtaunen ſchnell aus und ſind nicht geeignet, weder bei dem Hofgerichte, noch bei den Leuten, welche gern deren Dienſte als Rechtsanwälte in Anſpruch nehmen möchten, zu recommandiren.“

„Still, Großſprecher!“ donnerte Gotthard ihm auf⸗ gebracht entgegen,„ſchämen Sie ſich, wenn Sie noch können, die offene Handlung eines ehrlichen Mannes mit dem Namen von Schleichwegen zu bezeichnen. Ihr eigenes Benehmen in dieſer Sache, mein Herr, fließt aus dieſer unlautern, verächtlichen Quelle, und ich habe Ihre Pläne durchkreuzt, damit Sie nicht, um eine Privatrache zu be⸗ friedigen, den ehrlichen Namen eines Biedermannes ferner beſudeln können. Jetzt kein Wort weiter; liefern Sie mir die Akten aus.“

„Zum Henker auch! glauben Sie denn, daß ich da nur ſo ſtehenden Fußes aufwarten werde? Erſt muß ich meine Defervitenrechnung machen. Wiſſen Sie nicht ein⸗ mal ſo viel von der Juriſterei, daß Ihnen unbekannt iſt, wie man keinen Prozeß für Nichts und wieder Nichts führt? Ich brauche Zeit; das läßt ſich nicht ſo über das Knie abbrechen; auſſerdem habe ich auch nicht alle Akten bei der Hand, das werden Sie wohl begreifen.“

„Geben Sie was Sie haben; was noch auf der Regiſtratur liegt, werde ich ſchon ſelbſt ſuchen und finden.

„Schreiben Sie Ihre Rechnung heraus. Der Prozeß dauert noch nicht ſo lang, daß ſie groß und weitläufig ſein könnte. Ich warte gerne ſo lange.“

Als Fuſelberg ſah, daß der junge Notar durchaus