Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Verſichre den Baron Silberſparre meiner Achtung und Theilnahme. Von unſrer Seite kann er ganz ruhig ſein; und weit entfernt, daß er uns dafür verbunden ſein ſoll, iſt es im Gegentheil ein Vortheil für uns, wenn das Geld auf ſeinem Gute ſtehen bleiben kann. Sobald die Trauer⸗ anſtalten überſtanden find, ſollſt Du mehr hören von Deinem Hermann.“

An demſelben Abende ritt Gotthard hinüber nach Hochhaus, dem Beſitzthum des Diſtrikserekutors Fuſelberg, und präſentirte dem Eigenthümer mit einem feinen Lächeln, welches nicht ganz frei von heimlichem Triumphe war, das von M.... erhaltene Dokument, ohne übrigens mit einem Worte deſſen Inhalt zu verrathen.

„Was ſteht zu Befehl, mein verehrteſter Herr? Darf ich bitten, Platz zu nehmen.“ Der Diſtriktserxekutor ſuchte in ſeinen ungeheuren Taſchen nach der Brille, fand ſie

endlich, zog ſie aus dem Futteral und ſetzte ſie mit vieler

Gravität auf die Naſe, welche ſich während des Leſens auf erſtaunenswerthe Weiſe verlängerte.

„Ich weiß nicht, ich begreife nicht, mein Herr, was

dieß für Narrenſtreiche find,“ ſtotterte der Diſtriktsereku⸗ tor, blutroth im Geſichte und zitternd vor Aerger. „Zuerſt ſchreibt man und überträgt mir die Sache, dann — und dann.“ „Schreibt man und verlangt die Akten zurück. Nichts kann einfacher ſein. Der Gläubiger oder ſeine Erben haben gefunden, daß ihr Sachwalter die Ange⸗ legenheit viel eifriger betrieb, als zu ihrem Vortheile nöthig war. Mir ſcheint überhaupt dieſer Prozeß mit ſo vielen Unannehnlichkeiten verbunden zu ſein,— die Lage der Familie Silberſparre iſt Ihnen ja ſelbſt bekannt — daß ich Ihnen einen Dienſt damit zu erweiſen glaubte, Herr Diſtriktserekutor, wenn ich Sie aller weiteren Schritte darin überhebe.“

„Sehr dankbar für Ihre Bemühung, Herr Nota⸗ rius,“ entgegnete Fuſelberg mit ſchlecht verhehltem Aerger;