Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

Weißt Du noch, wie ich meine Hand auf Deinen Arm legte und zu Dir ſaate: Dein Leben iſt in meiner Gewalt? Die Verachtung, welche Du gegen meine Drobung, gegen mich ſelbſt gezeigt haſt laſſen mich Dich als einen Auser⸗

wählten anſehen. Wir werden einander niemals hindernd in den Weg treten. Bulwer.

Als ſich Gotthard am folgenden Morgen zum Früh⸗ ſtück ankleidete, trat der Amtmann zu ihm in das Zim⸗ Ver Er hielt einen ſchwarz geſiegelten Brief in der

and.

Alſo doch! rief Gotthard aus und erblaßte; iſt der brave Mann heimgegangen? Er war ein edler, trefflicher Bürger; mancher Seufzer aus dankbarem Her⸗ zen, deſſen Stütze er in der Noth geweſen, wird ſeinem Andenken geweiht werden! Geben Sie mir den Brief, Oheim.

Er war von Gotthards Bater und enthielt auſſer der Trauerpoſt das verlangte von Hermann unterzeichnete Dokument. Zugleich lag eine Vollmacht für den Nota⸗ rius Bundler bei, vermöge welcher dieſer, von Fuſelberg alle auf den Streit über Wallby bezüglichen Akten in Em⸗ fang zu nehmen habe, indem durch den Tod des bisherigen Gläubigers die Sache eine andere Wendung genommen hätte. Von Hermanns Hand waren nur die wenigen Zeilen:

Beſter Bruder!

In dem Zuſtande, worin ich mich jetzt befinde, kann ich Dir nichts weiter ſagen, als daß ich Dir für das Vertrauen, welches Du ſowohl in meinen entſchlafenen Vater als auch in meine Ehre geſetzt haſt, von Herzen dankbar bin. Die Beſtäͤtigung davon findeſt Du in der Anulage.