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paar Tagen hatte Karl Brobanda verlaſſen wollen, aber unſer braver Amtmann, welchen Gotthard über den eigentlichen Stand der Dinge hinlänglich aufgeklärt hatte, kam ſelbſt zu dem Baron und bat ihn mit freundſchaft⸗ licher Höflichkeit, einen Platz in ſeinem Wagen zur Heimreiſe anzunehmen. Es blieb bei einigen Einwen⸗ dungen und als man am andern Morgen, nach den be⸗ endigten Sitzungen, ein gutes Frühſtück eingenommen hatte, wobei der Amtmann, in roſenfarbner Laune,— denn ſein Richteramt trug ihm dießmal etwas Huͤbſches ein— den Rothwein fließen und die Juſtitia hoch leben ließ, wurden die Pferde vorgeſpannt. Sämmtliche Herren liefen durch einander, um Alles zur ſchnellen Abreiſe in gehörigen Stand zu ſetzen; denn der Amtmann ſtand bereits in ſeinem weiten Kamelottmantel im Hofe und ſchuͤttelte einem andern Beamten, dem Aſſeſſor Brun, die Hand zum Abſchiede.
„Willkommen, willkommen, Herzensalterchen! Ah, ſieh da, Baron Silberſparre!“ Dieſe Worte erſchollen in der lieblichſten Modulation aus dem Munde der Frau Amtmännin, welche auf der großen Treppe ſtand und ihr Taſchentuch ſchwenkte, als der Reiſewagen in den ſtatt⸗ lichen Hofraum von Forshälla rollte.
Hortenſe kam haſtig die Treppe an der Mutter vor⸗ bei in den Hof herab und flog dem ſo eben aus dem Wagen ſteigenden Vater an den Hals.
„Na, mein Kind, Du biſt friſch und geſund, wie ich ſehe; wie iſt es Dir in Deiner Einſamkeit gegangen, ſo lange wir Herren ſammt und ſonders fort waren?“
„Ach, Entſagung iſt des Weibes Loos,“ ſcherzte Hortenſe.
„Du ſiehſt aber, lieber Vater, daß ich mir alle Mühe gegeben habe, Eure Abweſenheit möglichſt zu er⸗ tragen; indeſſen läugne ich nicht, daß mir Baron Sil⸗ berſparre's langwierige Krankheit ernſtlichen Kummer verurſacht hat. Sie ſehen auch tüchtig mitgenommen aus. Und Lidner vollends!“ rief Hortenſe und ſchlug


