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ſeine Ankunſt am Ziele zu verzögern vermag. Dieß iſt die eine Seite Deiner Sache, liebſter Freund. Die andre iſt die, daß wenn mein Oheim— was übrigens gänzlich undenkbar iſt, nicht darauf eingehen ſollte, die Angelegen⸗ heit in meine Hande zu geben, ich derjenige bin, welcher gegen Fuſelberg als Dein Advokat auftreten wird; und glaube mir, Bruder, er ſoll dann an mir ſeinen Mann finden, ich will ihm gehörig warm machen, ehe er Wallby in ſeine Klauen bekommt.“
Einigermaßen beruhigt, ſtützte ſich der Baron mit dem Arm auf ſein Kopfkiſſen und lauſchte aufmerkſam den Worten ſeines Freundes.—„O Gotthard, es war eine Fügung des Himmels, das einzige Glück, welches mir begegnen konnte, daß ich in dem abſcheulichen Be⸗ drängniſſe Dich kennen lernte. Du bringſt mir den Troſt der Freundſchaft, während ich, von allen möglichen Qua⸗ len gefoltert, nahe daran war, zu erliegen; was hätte ohne Deine Dazwiſchenkunft aus mir werden ſollen?“
„Du vergißſt den Amtmann, liebſter Karl! Sey überzeugt, er iſt ein Ehrenmann. Hätteſt Du Dich ſchon früher mit Vertrauen an ihn gewandt, ſo wäre gewiß Deine Lage nicht ſo drückend geworden.“
„Sprich nicht ſo, Gotthard; in dieſer Hinſicht biſt Du blind; es macht Dich dazu theils Deine eigene Vorliebe für den Mann, der ſich Dir wie ein Vater zeigt, theils Deine Unbekanntſchaft mit irgend einem Umſtande, der Deine Meinung von ihm andern könnte. Und doch dünkt mich, hätteſt Du mit Deinem ſcharfen Blick leicht heraus⸗ finden können, daß nicht Alles ſo iſt, wie es zufolge gewöhnlicher oder auch nur höflicher nachbarlicher Ge⸗ ſinnung zwiſchen dem Amtmann und mir ſeyn ſollte.“
„Ja, Karl, ich habe dieß in der That gefunden, im erſten Augenblick es geſehen. Du wirſt mich ſehr ver⸗ binden, wenn Du mich mit der Urſache bekannt machſt, denn der Amtmann kommt mir in ſeinem ganzen Weſen ſo klar und aufrichtig vor, wie ein reiner Spiegel.“
„Ja, Gotthard, Du ſollſt es auch wiſſen. Er haßt


