Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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erholen kann, wozu übrigens nach meiner Anſicht nicht viel Hoffnung vorhanden, ſo iſt es doch wünſchenswerth und ſogar nothwendig, daß Du, je früher, deſto beſſer, nach Hauſe kommſt. Du haſt ja doch jedenfalls im nächſten Manate kom⸗ men wollen, und ich bin überzeugt, Du wirſt es ſo einzurichten wiſſen, daß wir Dich unverzüglich hier bei uns ſehen. Meine Schwägerin, Deine liebwertheſte Frau Stiefmama, rast in heller Ver⸗ zweiflung, allein dieß macht mir nicht bange. Gott verzeihe mir's aber ich habe das Welb nie leiden mögen! Ludwig, der Taugenichts iſt, wie Du weißt, ſeit zwei Jahren zu Hauſe. Es heißt, er ſey im Geſchäfte und habe gewaltig viel Hang und Neigung zum Kaufmannsſtande; aber ſein Sinn ſteht ihm nach einem leichtſinnigen, bequemen und herumlungernden Müſſiggänger⸗ leben; da ſeine Eltern am Ende eingeſehen haben, daß Nichts mit ihm anzufangen ſey, nahmen ſie ihn nach Hauſe, damit er dort Alles drunter und drüber werfen, Handlungsdiener und Prinzipal hinter einander hetzen und vornämlich böſen Sa⸗ men zwiſchen Vater und Mutter ſäen konnte. Gott weiß es, ich habe ihn nicht auf meinem Gewiſſen, denn von meiner Seite hat es an guten Lehren bei dem Satansjungen nicht gefehlt; allein bei

dem iſt Hopfen und Malz verloren. Er wollte nie ein vernuͤnftiges Wort annehmen, und wenn,

was Gott verhüten möge, mein braver Schwager aus der Welt gehen ſollte, ehe Du ankommſt, ſo wird es hübſche Geſchichten geben. Meine Alte und Hulda ſind bei ihm, um ihn zu pflegen und nachzuſehen, ob meine Vorſchriften richtig befolgt werden. Elfride liegt auf dem Sopha, hat un⸗ aufhörlich Krämpfe und zerfließt in Thränen ja Krokodilsthränen! Tauſend herzliche Grüße von Deiner kleinen Braut. Verſtehſt Du, ich gebe