Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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a ſo gerne mit aller möglichen Aufopferung meinem

lieben Oheim jede Unannehmlichkeit erſparen möchte, daß gerade ich, in meiner unſchuldigen Abſicht, dem armen Baron Troſt und Ruhe zu ſchaffen, zu Ihrem täglichen Ver⸗ druſſe all' dieſen Wirrwarr und Durcheinander in das Gerichtshaus gebracht habe.“

Gotthards Fügſamkeit verjagte den ſchon vorher halb entwaffneten Verdruß des Amtmanns, welcher überhaupt nicht von der heftigſten Art geweſen war, vollends gänz⸗ lich, denn Gotthards unermüdlicher Fleiß, nebſt ſeiner ſtets gleichen frohen Laune und ungeſuchter Aufmerkſamkeit für ihn hatten den alten Herrn in der guten Meinung, welche er ſchon im Anfange von ihm gefaßt hatte, noch mehr beſtärkt, ſo, daß er ſeinem Lieblinge nicht im Ernſte zür⸗ nen fonnte. Als er nun deſſen Niedergeſchlagenheit be⸗ merkte und ſeine um Verzeihung bittenden Blicke ſah, glaubte unſer Biedermann doch etwas zu weit gegangen zu ſeyn.„Gotthard, mein liebſter Junge,“ ſagte er, halb weſch, halb ſcherzend,„ſteh' nicht ſo vor mir wie ein Schul⸗

junge, der die Ruthe verdient hat. Du haſt ja nichts

Schlimmes gethan; was zum Henker kannſt Du dafür, daß Dein Gaſt krank geworden? Du wirſt wohl begreifen, daß ich kein ſolcher Stierkopf ſeyn kann, um Dir ernſtlich über eine Sache böſe zu ſein, welche Du nur ſehr unei⸗ gentlich verſchuldet haſt. Nein, nein, es wird ſchon recht werden, wenn Du nur dem armen Teufel aus der Klemme helfen kannſt.“

Herzlich dankbar drückte Gotthard dem Amtmann die Hand und ſagte lebhaft:„Das hoffe ich, Oheim! Mit größter Sehnſucht erwarte ich Antwort auf meinen Brief.“

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