Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Amtmann mit einem gutmüthigen Lächeln hinzu,„freilich auch wohl brauchen könnte; ſchwerlich wird dieß aber bei Leb⸗ zeiten ſeines Herrn geſchehen, indem er ein ſo inniger und treuer Freundſchaftsbund zwiſchen Lidner und ſeinem Rocke beſteht, welcher ſich von dem Tage herſchreibt, wo Jener noch als wohlbeſtellter Feldmeſſer auf eigenen Füßen ſtand, daß eine Trennung nothwendig den Tod Beider herbei⸗ führen müßte. Damit iſt es aber noch nicht genug, Gott⸗ hard, das Schlimmſte iſt— hol' mich Dieſer und Jener— noch zurück, nämlich die ewigen und ſtörenden Beſuche der gnädigen Mama und der liebenswürdigen Fräulein Tante. Ich hatte die Herrſchaften ſchon lange herzlich ſatt und dachte, wenn meine Frau immer wieder mit der alten Leier kam:„Geduld, Geduld, Thorſen, wenn Du nur erſt ein Mal in Deinen Wagen ſteigſt und zu den Gerichtsſitzungen fährſt, dann kommen die Friedensengel und fächeln mit den Palmen. Ja den Teufel auch fächeln ſie! Kaum ſetze ich den Fuß auf den Voden, huſch kommt der Familienrepräſentant wie eine Windsbraut daher ge⸗ ritten, quartiert ſich in mein Gerichtshaus ein, ſtatt daß ich da der erſehnten Ruhe theilhaftig werde, zieht er den ganzen hochadeligen Schweif hinter ſich her, der mir einen Lärm und ein Spektakel verführt, als ob er zu Hauſe, in ſeinem eigenen Krähenneſt wäre.“

Hier ſchwieg der Amtmann, denn die Pfeife war ihm ausgegangen und mit ihr ging auch der Redefluß aus, welcher nicht leicht wieder in das ordentliche Geleiſe kam, wenn nicht ſeine traute, ſtete Begleiterin dampfte. Wie der Blitz eilte Gotthard nach dem Wachsſtocke, holte einen Fldibus, zündete dem Amtmann die Pfeife an und ſagte dann mit größter Ruhe und Geduld, wie er noch nie in ſeinem Leben einen Verweis aufgenommen hatte:„Beſter Oheim, Alles das iſt leider meine Schuld, und obgleich es, Gott weiß, in der beſten Abſicht geſchah, als ich ihn zurückhielt, ſo thut es mir doch unendlich leid, daß ich dadurch eine ſolche Verwirrung angerichtet habe. Am meiſten beunruhigte mich aber das, daß ich, der ich