Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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dieß zu Hauſe der Fall geweſen wäre, wo er von ord⸗ nenden und liebenden Händen umgeben war. Auch ſchien der Amtmann, gelinde geſagt, nicht ſehr zufrieden damit; obgleich er Gotthard keine Vorwürfe wegen ſeiner Be⸗ reitwilligkeit machte, womit er das Gerichtshaus zu einem Krankenhauſe umgewandelt, oder wegen der Unruhe, welche er damit unter die Schreiber gebracht hatte, von denen beſtändig Einer an Gotthards Stelle bei dem Kranken zubringen mußte, ſo war es demungeachtet klar, daß der Amtmann herzlich wünſchte, ſein jüngerer Aſſiſtent möchte ſich nicht mit dergleichen Extrageſchäften befaßt haben, indem die Sitzungen ohnedieß ſchon Arbeit genug mit ſich

rachten. Allein, was einmal geſchehen war, ließ ſich jetzt

nicht mehr ändern. Tag für Tag verſchlimmerte ſich der Zuſtand des Barons, und der Bezirksarzt, welchen man gerufen hatte, erklärte, daß ein Nervenſieber, wo nicht gar eine Hirnentzündung zu befürchten ſei.

„Gotthard, mein liebſter Junge,“ ſagte der Amtmann eines Abends, als ihm die Geduld anfing, auszugehen, „nimm es mir nicht übel, aber es war ein verdammt dummer Einfall von Dir, den Lieutenant am Morgen, wo er wegreiten wollte, aufzuhalten. Du ſiehſt nun, daß die Folgen davon nicht die angenehmſten ſind; und außerdem, daß Du Nachts durch Wachen und am Tage durch Arbeiten geplagt und abgemattet wirſt, glaube ich auch, meiner Seele, daß der arme Lidner, den Du zum Krankenwärter beſtellt haſt, und welcher nichts deſtoweni⸗ ger am Tage ſeine beſtimmte Anzahl Bögen fertig brin⸗ gen muß, gar ſein Leben daran ſetzt; denn was er am Tage nicht fertig bringen kann, dazu muß er die Nacht

nehmen. Ich habe mit Verdruß erfahren, daß er jede

Nacht, wo er Dich nicht am Krankenbette ablöst, auffitzt

und ſchreibt. Der arme Kerl iſt ohnedieß ſchon ſo mit genommen und durchſichtig, daß ſein alter Gottfried

entweder auf der einen Seite bald eine neue Reihe Knöpfe brauchen wird, oder am Ende ganz und gar

zur Ruhe geht, was er, im Vorbeigehen geſagt,“ ſetzte der