Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Fall iſt, von Jedermann, der ſie kennt, ſo entſchi gezollt wird. Laß uns darum nicht ferner über dieſ

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„ſo können ſie ja den Gotthard hierher ſchicken; Hermann iſt nun bereits zwei Jahre bei ihnen geweſen.“—

„Das kann nicht Dein Ernſt ſeyn,“ entgegnete Dahl. „Sollen wir denn alle Drei behalten und ſie Keinden haben? So unbillig kannſt Du doch unmöglich fehn,„ liebes Kind. Auſſerdem mußt Du auch bedenken, daß Du es nicht auszuhalten im Stande wäreſt, wenn ein ſolcher Zuwachs in unſer Haus kommen ſollte.“

„Ja, aber den Hermann gebe ich nicht wieder her; er ſoll zu Hauſe ſeyn, wohin er gehört, um ſeinen kleinen Bruder bei Zeiten lieben zu lernen. Denn bleibt er bei Doktors, ſo wird ſich ſein Herz ganz von uns abwenden; er lernt dann Niemand lieben, als ſeinen Milchbruder und ſelne liebe, ſüße Mama, in welche er ohnehin ſchon ganz vernarrt iſt.“

„Sprich nicht ſo, beſte Elfride! Bei Bundlers wird ſich das Herz des Knaben niemals von ſeinen Eltern„ wenden, darauf kannſt Du Dich verlaſſen; auch darfſt Du überzeugt ſeyn, daß er ſeinen leiblichen Bruder, wen er auch nicht mit ihm zuſammen aufwächst, eben ſo lieb haben wird, wie ſeinen Milchbruder, den er beſtändig um ſich hat. Dieß hängt von ihrer beiderſeitigen Gemüths⸗ art ab; der kleinſte Theil beruht auf der gemeinſamen Erziehung, welche nach meiner innigen Ueberzeugung in eine beſſre, als in Bundlers und ſeiner Gattin Hände gelegt werden kann.“

„Du haſt alſo zu Karolinen mehr Vertrauen, als zu Deiner eignen Gattin?“ Bei dieſen Worten begann El⸗ fride zu weinen und mit der heftigen Aufregung kehrten auch die vorigen Schmerzen zurück.

Dahl ſchüttelte den Kopf, er wußte nicht recht, wa er machen ſollte.„Liebſte Elfride, in kein Weib der Welt ſetze ich mehr Vertrauen, als in Dich, a ich kann doch deßhalb Andern meine Achtung nicht ſagen, namentlich wenn dieſe, wie es bei Karolinen

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