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„Du biſt krank und haſt mich Nichts davon wiſſen laſſen; ich will nur meinen Hut holen, dann laufe ich ſchnell zu Bundlern.“
„Nein, nein, Lieber, heute Abend nicht mehr. Es würde mir nur noch ſchlimmer werden, wenn Du von mir giengſt.“
„So ſoll Friederike gehen, ich will ſo lange auf die Wiege Acht haben. Du mußt nicht eigenſinnig ſeyn, liebſte Elfride; Deine Geſundheit iſt, wie Du ſelbſt weißt, ſo zart, daß ich allezeit in Furcht darüber lebe.“
„Ja, aber, lieber Dahl, es iſt ja nur Vermuthung von mir; Bundler wäre am Ende im Stande, mich aus⸗ zulachen— es würde nicht das erſte Mal ſeyn— wenn man wieder zu ihm ſchickte, in der Meinung, ſeine Gegen⸗ wart ſey nöthig. Laß uns lieber bis morgen warten, oder wenigſtens bis ſpäter; wenn es mir ſchlimmer wer⸗ den ſollte, iſt es ja immer noch Zeit.“
Da ſich Dahl erinnerte, wie es wirklich ſchon ein paarmal der Fall geweſen war, daß ſein Schwager, ſonſt ein ſehr geſchickter und theilnehmender Arzt, Elfridens Unpäßlichkeiten leicht behandelt hatte, ſo beſchloß er, wie gewöhnlich, dem Willen ſeiner Frau nachzugeben; da es ihr auch in der That bald wieder beſſer ward, brachte er das Geſpräch wieder auf den kleinen Hermann, dießmal aber auf andere Art.
„Liebſte Elfride,“ begann er,— ihr Uebelbefinden, ihre Geduld und ihre Liebkoſungen hatten ihn weich ge⸗ macht, wie Butter an der Sonne,—„meine gute, füße Elfride, Du vermagſt dieß nicht Alles auszuhalten. Du haſt bereits genug Mühe und Sorge mit unſerm kleinen Ludwig. Hermann macht Dir zu viel zu ſchaffen, deßhalb wollen wir ihn lieber wieder meinem Schwager geben. Karoline iſt ſo ſehr an die beiden Knaben gewöhnt, daß ſie den unfrigen herzlich gern wieder nimmt, auch wäre es ja eine Sünde, die kleinen Spielkameraden und Milch⸗ brüder zu trennen.“*
„Wenn es eine Sünde iſt,“ meinte Elfride ſpitz⸗


