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großen Bretzel im Händchen, nach dem angewieſenen Ort, wo er bei ſeinen Spielſachen bald die verfloſſene bittere Stunde vergaß.
„Was hatte denn der Junge angeſtellt?“ fragte Dahl in ernſtem Tone, wie er ihn noch nie angenommen hatte, „und wie konnteſt Du denn vergeſſen, Elfride, daß Du ihn in die Strafecke verwieſen hatteſt?“
„„Was er angeſtellt hat!“ rief die Frau beleidigt aus. „Kannſt Du denn glauben, ich werde ihn abſtrafen, wenn er es nicht verdient hat, und daß ich ihn vergeſſen habe, geſchah deßhalb, weil er ſo ſtill war, da glaubte ich, er ſey eingeſchlafen.“
„Du haſt mir aber noch nicht auf meine Frage ge⸗ antwortet, Elfride, ich wollte wiſſen, was er gethan hat, daß Du ihn zu ſtrafen für nöthig hielteſt.“
„Nun, wenn Du es ſo umſtändlich wiſſen willſt, er ſchrie und weckte den Kleinen mit ſeinem Laͤrm auf, als Doktors Liſe vorhin da war. Er wollte durchaus mit zu ſeiner lieben Mama, welche ihn ſo ſchön zu verziehen wußte.“
„Und deßhalb, weil er ſich nach der einzigen Heimath ſehnte, die er kennt, verdiente er Strafe und mußte mit der Ruthe in der Hand Schildwache ſtehen! Da hatteſt Du nicht Recht, Elfride! Der Kleine fühlt ganz natür⸗
lich; und daß er nicht verzogen iſt, geht daraus hervor,
daß er ſtill und ruhig, ohne Murren und Klagen, in der Ecke ſtehen blieb, wo Du ihn hingeſtellt hatteſt,— aus blinder Vorliebe für Dein eigenes Kind.“* „Ich hatte heute den ganzen Tag ſo heftige Bruſt ſchmerzen,“ erwiederte die junge Frau abbrechend mit halbunterdrücktem Schmerzenslaut;„ich fürchte faſt, es gibt eine Milchverſetzung, mit welcher in der That nicht zu ſpaſſen iſt,— ſie hat ſchon mancher jungen Frau das Leben gekoſtet.“ „Was ſagſt Du, Liebe!“ ihr Dahl höchſt beun⸗ ruhigt in's Wort und damit war der kleine Hermann, ſeine Kraͤnkung und Strafe ga
nz und gar vergeſſen.


