Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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mit jedem Tage zu, und oft ſagte Bundler mit mißmuthig verzogener Oberlippe:„Hör, lieber Bruder, Du verwöh⸗ neſt Deine Elfride. Sie war auf dem beſten Wege, elne treffliche Hausfrau zu werden, wenn Du aber fortfährſt, allen ihren Wünſchen, ich möchte faſt, ſagen, Launen, blindlings nachzukommen, ſo kann ich Dir im Voraus ſagen, daß Du Dir eine Haustyrannin erziehſt, ſtatt einer zärtlichen Gattin oder theilnehmenden Freundin. Auſſer⸗ dem“

„Pah!“ ſiel ihm Dahl etwas pikirt in die Rede; „ich muß ſelbſt melne Stellung am beſten kennen. Elfride Vt irſgens keine Launen, ſie weiß nicht einmal, was dieß iſt.“

„O, dieß welß ſie recht wohl,“ entgegnete der Doktor und ſuchte ſeine Behauptung eben ſo eifrig zu vertheidi⸗ gen,„ſie hat nicht allein welche, ſondern weiß ſie auch trefflich geltend zu machen. Oder was war es ſonſt als * Laune, daß ſie Dich zu uberreden gewußt hat, Karolinen den Kummer zu bereiten, den kleinen Hermann von uns weg holen zu laſſen?“

„Hm! damit kommſt Du immer! Vernünftige Ueber⸗ zeugung war es von Elfride und keine Laune!“

„Was, zum Henker,“ fuhr der Doktor mit ſteigender Hitze auf,„vernünftige Ueberzeugung, ſagſt Du? Sey 8 ſo gut und erkläre mir den Grund, worauf ſich dieſe ützte.“ ͤ.„Auf den beſten von der Welt, liebſter Bruder! Der Junge wurde ja rein verwöhnt. Karoline, welche ich, Gott weiß es, nach Elfriden als das beſte Weih unter N der Sonne liebe und verehre, hat nichtsdeſtoweniger eine zu wett getriebene Schwachheit für den Knaben. Sobald

Elfride den Jungen ein Mal zurechtweiſen will, oder nur im Geringſten etwas ſagt, daß es ſo oder anders ſeyn müſſe, wird Karoline uͤber und über roth und wenn ſte auch gleich Nichts ſagt, ſo ſieht man doch deutlich, daß ſie die Einmiſchung meiner Frau offenbar ungern ſieht.

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