Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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ehrliche Mann Recht hatte, wird die Folge zeigen.

des Lächeln lag auf ihren Lippen und ſie wußte die artigen Glückwünſche von Rechts und Links mit den verbindlich⸗

ſten Worten zu erwiedern.

„O, ſie iſt zu lieb,“ flüſterte Karoline ihrem Manne zu, als ſie ſich einen Augenblick von der Menge von Bekannten los zu machen wußte, welche ſie mit Fragen und Freudenbezeugungen über ihre glückliche Rückkunft beſtürmten.

„ Ja, ſie benimmt ſich recht hübſch,“ entgegnete der Doktor;„auf Ehre, ganz wie eine Dame, welche an täg⸗ liche Huldigungen gewöhnt iſt!“

Als man im Saale mit den großen Gratulations⸗ und Präſentationsfeierlichkeiten fertig war, hielt der Bür⸗ germelſter zu Ehren der Neuvermählten eine Rede, welche hauptſächlich darauf hinauslief, daß nach der heiligen Schrift das Weib dem Manne unterthan ſeyn ſoll und

wenn ſie ihn auch nicht ſtets ihren Herrn nenne, doch

niemals vergeſſen dürfe, daß er ein ſolcher in ſeinem Hauſe ſey und ſeyn müſſe. Der Bürgermeiſter war ein unüber⸗ trefflicher alter Herr und ſeine Rede eine Miſchung von Scherz und Ernſt; ſpäter, bei Tiſche, wo er der Nachbar der jungen Frau war, flüſterte er ihr ins Ohr:

„Ja, ja, die Gewalt im Hauſe gehört dem Manne, 5 ſonſt kommt die Eva und führt das Pantoffelregiment in. Sind Sie nicht auch der Meinung, junge Frau?“ 4

„O gewiß!“ gab ſie verſchämt und hocherröthend über den Scherz zur Antwort,„davon kann aber keine Rede ſeyn.“

„Hm, hm, wer kann's wiſſen,“ entgegnete der Bür⸗ germeiſter;„nach zehn Jahren wollen wir wieder nach⸗ fragen. Das Hausregiment zu führen iſt gar keine ſo üble Sache, und mancher Mann befindet ſich beſſer dabei, wenn die Frau die Hoſen an hat.“ In wie weit der

Nach kaum einem Jahr ſchenkte unſerm Dahl ſelne 85 neue Gattin auch einen Sohn. Seine Zärtlichkeit, faſt.. könnte man ſie Schwachheit nennen, für ſeine Frau nahm