Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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ſich deßhalb ſehr in Acht ihn aufzuwecken. Sachte ſchlich er zum Tiſche, wo der Schlüſſel lag und bewerkſtelligte in aller Stille den Umzug. Dahl blieb deßhalb unge⸗ ſtört, bis am andern Morgen die Sonne am Himmel ſtand. Er erwachte, rieb ſich die Augen, ſah nach der Uhr und rief:„Peter, wo ſteckſt Du denn, Du ſaker⸗ mentiſcher Schlingel?“

Peter, der im äußern Zimmer auf dem Sopha lag, hätte ſich beinahe auf den Kopf ſtatt auf die Füße ge⸗ ſtellt, ſo verwundert und erſchrocken war er, als auf ein⸗ mal die alte wohlbekannte Stimme ſeines Herrn erſcholl, denn einen ſolchen Donner hatten ſeit Jahr und Tag ſeine Ohren nicht vernommen; der Gram und die daraus erfolgte Stumpfheit, welche ſich ſeit dem Tode ſelner Gattin unſers Dahls bemächtiget hatten, gingen ſo weit, daß er ſich nicht einmal durch einen Fehler ſeines Dieners, wenn dieſer eine Zurechtweiſung verdient hatte, aus dem gewöhnten Geleiſe ſeiner theilnahmloſen düſtern Gemüths⸗ ſtimmung reißen ließ.

Peter nahm ſich nicht einmal ſo viel Zeit, den Rock vollſtändig anzuziehen; den einen Stiefel am Fuße, den andern in der Hand, präſentirte er ſich ſeinem Herrn mit der Frage, was er ſo früh befehle. Es ſey ja erſt vier Uhr.—

„Drei Viertel auf ſechs iſt es, Du Schlafhaube!“ fiel ihm ſein Herr noch immer in demſelben heftigen Tone in's Wort.„Wo haſt Du geſtern geſteckt, waͤhrend ich wie beſeſſen in allen Straßen nach einer Wohnung umherrennen mußte?“

„Ich bitte unterthänigſt um Verzeihung, Herr Pa⸗

tron,“ erwiederte Peter;„Sie haben ja die Güte gehabt

und geſtern, wie ſchon oft, ſelbſt geſagt, als wir im Wirthshauſe angekommen waren: Pet.r, haben Sie ge⸗

ſagt, Du kannſt gehen und magſt treiben, was Du wallſt,

ich will allein ſeyn, haben Sie geſagt.“

Dahls Oberlippe kräuſelte ſich zu einem nicht ganz

unmerklichen Lächeln; dann ſagte er:„Gut, Peter