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Stina, biſt Du drinnen? Lauf doch und ſieh' nach meinem Manne! Es ſey ein Herr da, der ihn zu ſprechen ver⸗ langt?“
„Keineswegs,“ entgegnete Dahl—„ich habe mit dieſem ganz und gar nichts zu ſchaffen. Ich war, kurz geſagt, der Meinung, ein Frauenzimmer vor mir zu haben, welches keinen Mann hat, und..“
„Was? Herr!“ rief die beleidigte Dame aus, und ihre alten Wangen veranderten ihr bisheriges Gelb in das allerſchönſte Karmoiſinroth:„Schämen Sie ſich nicht, elner ehrlichen Frau in dieſer Weiſe zu kommen! Gehen Sie! auf der Stelle! ſag' ich Ihnen, ſonſt werde ich meinen Mann rufen, daß er Sie hinauswerfen läßt.“—
Sie war aufgeſtanden, ſiel aber aus Ermattung, infolge ihrer heftigen Gemüthsbewegung, auf den Sopha zurück. Hier lag ein Mops und ſchlief; bei der unge⸗ ahnten rauhen Berührung wachte dieſer auf, ſprang in die Höhe und ſchrie erbärmlich.
„Charmantele, Charmantele!“ kreiſchte die Dame und kam nun erſt wieder ganz zur Beſinnung, da ſie ſich nicht mehr allein wußte, und zu ihrem Glück einen ſol⸗ chen Beſchützer hatte,„faſſ', mein Junge, faſſ', igi!“
Alsbald ſtürzte Charmantele auf den nicht minder verwunderten Dahl los, ſo daß dieſer alle Mühe hatte, durch ſchleunigen Rückzug ſeinen Rock in Sicherheit zu bringen. Endlich lief er wieder glücklich in den ſichern Port ſeines Wirthshauſes ein, und da Charmantele alle ſeine Bemühungen als fuuchtlos erkannte, und ſeinen Gegner nicht weiter verfolgen konnte, kehrte auch er wieder heim, um als Belohnung für ſeine Tapferkeit ein Stückchen Zwieback oder einige Küſſe ſeiner Gebieterin in Empfang zu nehmen..—
Unterdeſſen ſtand Dahl unter dem Thorbogen, die eine Hand an dem Drucker, die andere in der Rocktaſche und lachte, das erſte Mal, ſeit er Wittwer


