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reiſen!“ ſo ſey damit ſchon Alles gethan. Ja, ja, wenn man einmal hinauskommt, ſo iſt es, mein Seel', etwas ganz anderes. Es wäre wohl am Ende das Beſte, wenn ich rechtsumkehrt machte und wieder heim reiste, da iſt es ſo ruhig, ſo behaglich gegenüber von einem ſolchen Herumflankiren. Aber Bundler und Karoline würden mich auslachen, und ich müßte mich in alle Ewigkeit mit der verunglückten Reiſe aufziehen laſſen. Deßhalb muß es biegen oder brechen. Nun, wo bin ich denn jetzt? Eins— zwei— drei!— Nein, iſt denn der Satan vollkommen los und ledig? Bin ich ja die halbe Straße herunter gekommen!“
Aergerlich über ſich ſelbſt, über ſeinen Schwager, über ſeinen Peter und hauptſächlich über alle Wirths⸗ häuſer, kehrte Dahl um und rannte ohne weitere Rück⸗ ſicht auf Fenſter und Draperien gerade über die Treppe in das vorgenannte Haus hinein, klopfte an der erſten beſten Thüre und eine helle Frauenſtimme rief:„Herein!“
„Da wäre ich nun alſo,“ dachte Dahl und trat keck hinein.
In einem großen, recht hübſchen Zimmer ſaß ein ältliches Frauenzimmer und legte Patience. Ein paar ungeheure Brillengläſer, welche über der ſchönſten Spitz⸗ naſe thronten, die man nur ſehen konnte, wurden mit einem ganz eigenen Ausdrucke abgenommen, und mit ihren natürlichen, grauen, ſtechenden Aeuglein muſterte nun die Dame unſern Reiſenden von Kopf bis zu Fuß. Dieſer brachte mit wenig Worten ſein Anliegen vor: ein Zimmer mit einem guten Bette und vor Allem friſches, reines Waſſer.
„Glauben Sie denn, mein Herr, hier in meinem Hauſe alle dieſe Ihre Bedürfniſſe zu finden?“ fragte die ältliche Dame in einem Tone, welcher zu gleicher Zeit Verwunderung, Sorgen und Furcht ausdrückte, denn der Menſch konnte ja möglicherweiſe ſeine fünf richtigen Sinne
nicht alle bei einander haben. In ihrer Bangtgkeit blickte
ſie nach dem anſtoßenden Zimmer und rief:„Stina,


